Die denkmalgeschützte Maschinenhalle in Dorsten öffnet am Sonntag, 29. März 2026, um 11 Uhr wieder ihre Türen für Besucher. Zum Start in die neue Saison gibt es gleich einen besonderen Anlass: Die historische Zwillings-Tandem-Dampffördermaschine ist nach aufwendiger Reparatur wieder funktionsfähig und kann auf Leopold in Betrieb erlebt werden.

Komplexe Fehlersuche nach Defekt

Noch kurz vor dem Ende der vergangenen Saison 2025 musste der Betrieb der beeindruckenden Anlage eingestellt werden. Ein technischer Defekt hatte die Dampffördermaschine außer Gefecht gesetzt. Die Suche nach der Ursache erwies sich als anspruchsvoll und zeitintensiv. Zahlreiche Untersuchungen und technische Analysen waren notwendig, um den Fehler einzugrenzen.

Schließlich gelang es der ehrenamtlich engagierten Maschinen AG, den Defekt exakt zu lokalisieren. Im Mittelpunkt der anschließenden Arbeiten standen dabei die Reibräder, die für den Antrieb der Koepescheibe eine zentrale Rolle spielen. Die erheblichen Funktionsstörungen an diesen Bauteilen machten einen Weiterbetrieb zunächst unmöglich.

Reparatur der Dampffördermaschine in Eigenleistung

In den vergangenen Monaten wurde die historische Technik mit großem Einsatz instand gesetzt. Besonders bemerkenswert: Sämtliche Arbeiten erfolgten in Eigenregie. Mit viel Fachwissen, handwerklichem Können und ehrenamtlichem Engagement gelang es der Maschinen AG, die Dampffördermaschine wieder vollständig funktionsfähig zu machen.

Besucher haben nun zur Saisoneröffnung die Gelegenheit, die Anlage erneut in Aktion zu erleben und sich dabei ein Bild von der aufwendigen Technik sowie der geleisteten Arbeit zu machen.

Verein freut sich auf viele Gäste

Der Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte Dorsten lädt alle Interessierten zur Saisoneröffnung in der Maschinenhalle ein. Neben der Vorführung der Dampffördermaschine bietet sich zudem die Möglichkeit, ein bedeutendes Stück Industriegeschichte aus nächster Nähe kennenzulernen.

Der Start in die neue Saison verspricht damit nicht nur einen Blick in die Vergangenheit, sondern auch die Anerkennung für das Engagement derjenigen, die dieses technische Denkmal lebendig halten.

von Oliver Borgwardt