Das Standesamt im Industriedenkmal Maschinenhalle Fürst Leopold – Der Ort für den schönsten Tag des Lebens

. gewahrtpaarSeit Mitte 2015 ist die unter Denkmalschutz stehende Maschinenhalle Fürst Leopold ganz offiziell ein Trauzimmer, also so etwas wie eine „Filiale“ des Dorstener Standesamtes. Der ideale  Ort für verliebte Paare, um sich das Jawort zu geben – und bald 300 Paare haben von dieser Möglichkeit auch schon Gebrauch gemacht.

Der Bergbauverein hat für standesamtliche Trauungen in der Maschinenhalle ein attraktives Angebot zusammengestellt:

– Die Maschinenhalle steht den Paaren für 2 Stunden zur Verfügung
– Wir rollen für die Paare den roten Teppich aus
– Wir bestuhlen die Halle entsprechend der Größe der Hochzeitsgesellschaft
– Die Paare können vor, während und nach der Trauung über die hauseigene Soundanlage
   ihre Lieblingsmusik abspielen oder die Trauung mit Livemusik gestalten
– Wir organisieren den Blumenschmuck für den Tisch des Standesbeamten
– Wir organisieren den Sektempfang in der Maschinenhalle gleich im Anschluss an die Trauung
– Das Industriedenkmal steht den Paaren für unvergessliche Erinnerungsfotos zur Verfügung

Und das ganz besondere weltweit wohl einmalige Highlight:

Das Brautpaar fährt mit den historischen Hebeln die Dampffördermaschine, das Paar dreht also quasi gleich nach dem Jawort das „große Rad der Liebe“.

Amtsblatt 

Pressebericht Dorstener Zeitung 

Anfragen und weitere Infos unter: info@bergbau-dorsten.de

Sie haben noch keinen konkreten Trautermin und möchten sich erst einmal unverbindlich informieren? Kein Problem: Melden Sie sich unter info@bergbau-dorsten.de und dann vereinbaren wir einen Termin für einen Treff vor Ort, damit wir Ihnen die Maschinenhalle zeigen und unser Angebot im Detail vorstellen können.

Wir freuen uns auf Sie.

 Trauungen in Corona-Zeiten – das sind die aktuellen Auflagen:
– Zusätzlich zum Brautpaar, den Trauzeugen und dem Fotografen dürfen 40 Gäste teilnehmen.
– Die Stühle werden paarweise so angeordnet, dass der Mindestabstand gewahrt bleibt.
– Auf dem Weg zum „Trauzimmer“ und beim Verlassen der Maschinenhalle müssen Schutzmasken getragen werden.
– Beim anschließenden Sektempfang übernimmt der Verein das Einschenken der Getränke.
Anfragen dazu unter info@bergbau-dorsten.de 

Passend zur standesamtlichen Trauung im Industriedenkmal Maschinenhalle Fürst Leopold bietet das Standesamt der Stadt Dorsten auch ein passendes Stammbuch der Familie an – mit einem Bild der Maschinenhalle auf dem Cover. Dieses Stammbuch gibt es in zwei Ausführungen, mit hellem Einband oder als blaues Ringbuch in Leder.

Übrigens: Sie müssen nicht noch einmal heiraten, um dieses Stammbuch zu kaufen.

Der Traukalender ist auf Tablet und/oder PC verfügbar!

Traukalender 2020
Gelistet werden nachfolgend die Freitags- und Samstagstermine.

Auf Anfrage stehen grundsätzlich auch die anderen Wochentage zur Verfügung. 

Neu in 2020: Auf Wunsch können Sie sich auch an ausgesuchten Sonntagen in der Maschinenhalle trauen.

 Neu in 2020: Wenn eben machbar, erfüllen wir auch Sonderwünsche, beispielsweise eine Trauung erst am Abend.

Fragen Sie uns, wir helfen gerne! 

frei

angefragt

gebucht

blockiert

wdt_ID Datum Termin 1 Termin 2 Termin 3 Datum Termin 1 Termin 2 Termin 3
1
2 März 2020 11 Uhr 14 Uhr 17 Uhr 11 Uhr 14 Uhr 17 Uhr
3 6. Mrz. frei frei frei 7. Mrz. frei frei gebucht
4 13. Mrz. frei frei frei 14. Mrz. frei frei frei
5 20. Mrz. frei frei frei 27. Mrz. frei frei frei
6 27. Mrz. frei frei frei 28. Mrz. frei frei frei
7 April 2020 11 Uhr 14 Uhr 17 Uhr 11 Uhr 14 Uhr 17 Uhr
8 3. Apr. frei frei frei 4. Apr. frei gebucht frei
9 10. Apr. Feiertag blockiert blockiert 11. Apr. frei frei frei
10 17. Apr. frei frei frei 18. Apr. frei frei frei
Ferientermine 2020
Osterferien: 6. April – 18. April
Pfingstferien: 2. Juni
Sommerferien:   29. Juni – 11. August
Herbstferien: 12. Oktober – 24. Oktober
Weihnachtsferien: 23. Dezember – 6. Januar 2021

 

Traukalender 2021

Gelistet werden nachfolgend die Freitags-, Samstags- und Sonntagstermine.

Auf Anfrage stehen grundsätzlich auch die anderen Wochentage zur Verfügung. 

Wenn eben machbar, erfüllen wir auch Sonderwünsche, beispielsweise eine Trauung erst am Abend.

Fragen Sie uns, wir helfen gerne! 

frei

angefragt

gebucht

blockiert

wdt_ID Datum Termin 1 Termin 2 Termin 3 Datum Termin 1 Termin 2 Termin 3 Datum Sonntag
1
2 Mär. 21 11 Uhr 14 Uhr 17 Uhr 11 Uhr 14 Uhr 17 Uhr bis 11 Uhr
3 5. Mrz. frei frei frei 6. Mrz. frei frei frei 7. Mrz. frei
4 12. Mrz. frei frei frei 13. Mrz. frei frei frei 14. Mrz. frei
5 19. Mrz. frei frei frei 20. Mrz. frei frei frei 21. Mrz. frei
6 26. Mrz. frei frei frei 27. Mrz. frei frei frei 28. Mrz. Saisonstart
7 Apr. 21 11 Uhr 14 Uhr 17 Uhr 11 Uhr 14 Uhr 17 Uhr
8 2. Apr. blockiert Ostern blockiert 3. Apr. frei frei frei 4. Apr. Ostern
9 9. Apr. frei frei frei 10. Apr. frei frei frei 11. Apr. frei
10 16. Apr. frei frei frei 17. Apr. 11 Uhr/15 Uhr frei gebucht blockiert 18. Apr. frei

Ferientermine 2021

Ostern 29.3. – 10.4.
Pfingsten 25.5.
Sommer 5.7. – 15.8.
Herbst 11.10. – 23.10.
Weihnachten 24.12. – 8.1.

Diaschau Trauungen

Brief an Gerhard Schute

Ich mag Ihren Mix aus Ernsthaftigkeit und Fröhlichkeit, ich mag Ihren leisen Humor, Ihre feinen Andeutungen über das Auf und Ab in einer Ehe

 

Lieber Gerhard Schute,

seit mehr als 40 Jahren schreibe ich Reportagen, seit acht Jahren Samstag für Samstag Briefe, doch selten fiel es mir so schwer, einen Anfang zu finden, die Gedanken zu ordnen. Was natürlich besonders daran liegt, dass ich befangen bin, weil Sie meine Tochter Lena und meinen Schwiegersohn Benedikt am vergangenen Samstag trauten und ich nicht aufhöre, von den ungewöhnlichen Momenten in der Maschinenhalle der ehemaligen Zeche Fürst Leopold zu schwärmen.

Was für ein toller Ort für Trauungen, an dem Vergangenes und Zukünftiges verschmelzen. Ein Mauer- und Kunstwerk, mehr als ein Jahrhundert alt, mit wuchtig-hohen Wänden, der handbetriebenen Kranbahn unter dem Dach, großen Fenstern, mächtigen Steintreppen, den Bodenfliesen von einst, nostalgischen Schildern. Und mittendrin das Prunkstück, die Dampfmaschine aus dem Jahre 1912. Sie trieb das Seil für die Förderkörbe an, mit denen die Bergleute zur dritten Sohle in 870 Metern Tiefe anfuhren und nach der Schicht wieder nach Übertage.

Direkt hinter dem Leitstand des Fördermaschinisten stehen Sie am Mikrofon. Ein Standesbeamter, der kein Beamter ist und auch nicht so aussieht; mit der Schlägermütze auf dem Kopf, dem Stoppelbart im Gesicht, leger-locker mit Hemd, Jacke und Jeans.

Eher ein Moderator, wohltuend zurückhaltend, weil wissend, dass ihm heute nicht die Hauptrolle gehört. Der uns anfangs überrascht, weil er von Lew N. Tolstoi und seinen Klassikern Anna Karenina und Krieg und Frieden erzählt, wobei letzterer Titel kurzzeitig für Irritationen sorgt. Wie harmoniert Krieg und Frieden mit einer Ehe, so wie wir sie uns wünschen? Doch das Zitat des russischen Schriftstellers passt trefflich: Man kann ohne Liebe Holz hacken, Ziegel formen oder Eisen schmieden, aber mit Menschen kann man nicht ohne Liebe umgehen.

Seit 2015 haben hier 250 Paare Ja zur Ehe gesagt, 110 Trauungen begleiteten Sie. „Schnell habe ich gemerkt, was die Standesbeamten machen, traust Du Dir auch zu“, sagen Sie und mussten nur eine bürokratische Hürde nehmen: die Teilnahme an einem zweitägigen Seminar im hessischen Bad Salzschlirf.

Die Tränen der Rührung bestärken Sie: „Ich habe hier schon so viele Menschen weinen sehen, da kann ich nicht alles falsch gemacht haben.“ Auch in Corona-Zeiten darf in der Maschinenhalle geheiratet werden. Anfangs ohne Gäste, jetzt mit maximal 19 engsten Familienmitgliedern und Freunden, die Sicherheitsvorschriften einhalten müssen.

Ich mag Ihren Mix aus Ernsthaftigkeit und Fröhlichkeit, ich mag Ihren leisen Humor, wenn Sie Anekdoten erzählen, Ihre feinen Andeutungen über das Auf und Ab in einer Ehe und über zuweilen nervende Familien. Im Vorgespräch recherchiert, plaudern Sie darüber, was die Brautleute auf die Frage nach Stärken und menschlichen Macken des Anderen geantwortet haben. Überraschend seien die Ergebnisse meistens nicht: Männer wären unordentlich, Frauen zuweilen zickig und würden sich häufig schwer tun, die guten Eigenschaften des zukünftigen Ehemanns zu nennen. „Das lässt nur zwei Deutungen zu. Entweder hat er zu viele oder eben fast gar keine erwähnenswerten Stärken.“

Aus Ihren Worten spricht Lebenserfahrung, Unaufgeregtheit. Seit 36 Jahren sind Sie verheiratet, haben fünf Kinder. Jahrzehntelang arbeiteten Sie für die WAZ als Lokalchef in Ihrer Heimatstadt Dorsten, Marl, Gelsenkirchen und Dortmund, später im überregionalen Teil. Nun, mit 71 Jahren, führen Sie den Bergbauverein Dorsten, der sich mit seinen 350 Mitgliedern um die ehemalige Zeche Fürst Leopold kümmert. Ein Ehrenamt, das Ihnen am Herzen liegt, sicherlich auch, weil Sie als Journalist den langen Kampf der Bergleute um den Erhalt ihrer Zechen begleitet haben. „Als Rentner geht das Leben weiter, da brauchte ich eine sinnvolle Aufgabe.“

Lieber Gerhard Schute,

nach dem formellen Teil durften Lena und Benedikt gemeinsam die Dampfmaschine in Bewegung setzen, sie arbeiteten zusammen, zogen Hand in Hand an Hebeln, bremsten und machten Druck. Die Motoren dröhnten, alles lief rund. Läge noch ein Seil auf und hinge ein Förderkorb daran, die Kumpel wären sicher in die Teufe gefahren.

 

Mit besten Grüßen

Hermann Beckfeld

 

 

Antwort an Hermann Beckfeld
Ich wusste gar nicht, dass man auch mit 71 noch rote Backen kriegen kann

Lieber Hermann Beckfeld,

ein dickes Dankeschön für diesen offenen Brief. Ich wusste gar nicht, dass man auch mit 71 Lenzen noch von einer spontanen Schamröte überfallen werden kann, aber das war ein schönes Erlebnis. Nicht nur deshalb werde ich diese Trauung in sehr guter Erinnerung behalten.

Denn es war ja doch wegen Corona eine besondere Trauung. Der Anruf Ihrer verzweifelten Tochter Lena, die kurzfristig einen Trauort suchte, an dem sich mehr als eine Handvoll Hochzeitsgäste treffen können, die beiden vorbereitenden Begegnungen mit dem jetzt vermählten Paar und schließlich die Trauung in der Maschinenhalle: Lena und Benedikt – das passt. Es sind nicht unendlich viele Paare, bei denen ich als Standesbeamter das Gefühl habe, diese beiden haben wirklich ihr Glück gefunden.

Ihr freundlicher Brief kommt aus der Feder eines glücklichen und deshalb befangenen Brautvaters, also hat er seine Übertreibungen. Wie sonst sollte ich mir die Reaktion meiner Familie erklären, von der ich gefragt wurde, warum ich denn meinen Zwillingsbruder so lange versteckt habe…

Lieber Hermann Beckfeld,

Ihre seit 2012 Samstag für Samstag in den Ruhr Nachrichten publizierten Briefe an Prominente oder auch Menschen wie mich sind bei den Lesern so beliebt, dass Sie jetzt an einer schon vierten Buchausgabe arbeiten. Man darf sich darauf freuen. Und wenn es die Umstände wieder erlauben, möchte ich Sie gerne zu einer Lesung in einer Sonntags-Matinee in der Maschinenhalle einladen. Der musikalische Rahmen wird dann ja leicht zu organisieren sein. Ihr Schwiegersohn Benedikt darf gerne seine Trompete mitbringen.

Mit einem freundlichen Glückauf

Gerhard Schute

Traumpaar 2019

Julia und Danny waren 2019 das „Traumpaar des Jahres“, eine Aktion der Dorstener Zeitung.
Das Paar gab sich im Industriedenkmal Maschinenhalle Fürst Leopold das Jawort.