Auch einen Dorstener „Kultursommer“ soll es in diesem Jahr wieder geben, aber in anderer Form als bisher. Veranstalter und Sponsor haben ein neues Konzept gefunden, also wird der „Kultursommer“ nicht mehr als zentrales Ereignis auf dem Dorstener Marktplatz veranstaltet, sondern dezentral und mit mehreren Veranstaltern. An der Ausschreibung haben sich gemeinsam auch das Jüdische Landesmuseum, die Tisa von der Schulenburg-Stiftung und der Bergbauverein beteiligt – und (herzlichen Dank dafür) den Zuschlag bekommen. Geplant ist jetzt eine ganztätige Veranstaltung, quasi das Finale des „Kultursommers 2022“ am „Tag des Offenen Denkmals“, also am 11. September.

Schon am Vormittag wird es Führungen geben in der Kolonie Fürst Leopold und auf dem ehemaligen Zechengelände, Aktionen im Tisa-Archiv am historischen Schachtgerüst mit einer Ausstellung, die Tisas auf den Themenkreis Bergbau konzentrierten Arbeiten in den Mittelpunkt stellt, am frühen Nachmittag ist ein Chorkonzert in der Maschinenhalle geplant und am späteren Nachmittag ein Vortrag Dr. Joseph Heid über die Juden im Ruhrbergbau, an den sich ein Konzert mit der Sängerin Isabel Frey anschließt, die  traditionelle und neue Arbeiterlieder auf Jiddisch präsentieren wird.