Frei nach Mark Twain „Gib jedem Tag die Chance, der schönste Deines Lebens zu werden“ haben sich in diesem Jahr 77 Paare entschieden, dass die Maschinenhalle Fürst Leopold der richtige Ort für diesen ganz besonderen Tag ist. Corona zum Trotz ist 2021 das Jahr mit den meisten Trauungen im Standesamt Industriedenkmal und auch für 2022 liegen bisher schon 39 Anfragen bzw. bereits Buchungen vor.

Dabei hat die Pandemie die Paare durchaus mit besonderen Anforderungen konfrontiert. Die Hochzeitsgesellschaften waren in ihrer Größe auf maximal 50 Personen begrenzt und zunächst waren nur das Brautpaar und der Standesbeamte von der Maskenpflicht befreit. Aber so streng wie im März 2020 als das Brautpaar nicht einmal die Eltern und Trauzeugen mitbringen durfte, war es in diesem Jahr nicht. Der Umgang mit Corona ist eben auch pragmatischer geworden. Erfreulich: Weder im vergangenen noch in diesem Jahr hat das Gesundheitsamt nach einer Trauung in der Maschinenhalle Alarm geschlagen – hier gab es also kein Infektionsgeschehen, das eine Kontaktverfolgung erfordert hätte.

Not macht erfinderisch – mehrere Paare nutzten die Möglichkeit, Verwandte oder Freunde mindestens virtuell die Trauung erleben zu lassen. Via WLAN wurde so aus der Maschinenhalle in alle Welt gesendet, unter anderem auch nach Montreal in Kanada, wo die Verwandtschaft aber wegen der Zeitverschiebung schon mit den Hühnern aufstehen musste, um bei der mittags stattfindenden Trauung „dabei“ zu sein.