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Straßentaufe auf Fürst Leopold

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„Wir hätten mit dem Tag der Deutschen Einheit keinen besseren Tag finden können, um hier auf Fürst Leopold den Hainichenring offiziell für den Verkehr freizugeben“, freute sich Bürgermeister Tobias Stockhoff. In der Tat: 25 Jahre Wiedervereinigung und 25 Jahre Städtepartnerschaft mit Hainichen in Sachsen waren ein guter Background für den Festakt, der allerdings mit einem kleinen Fehler behaftet ist: Erst wenn die Fürst-Leopold-Allee freigegeben ist, kann auch der Hainichenring benutzt werden. Und: Bei ganz genauer Betrachtung ist der Ring auch mehr ein offenes „C“, das an die Fürst-Leopold-Allee angebunden ist.

Von der Joachim- bis zur Freiligrathstraße zieht sich die neue Fürst Leopold-Allee angebunden mit zwei Kreisverkehren als zentrale Achse parallel zur Halterner Straße über das ehemalige Zechengelände. „Unterwegs“ gibt es zwei weitere Kreisverkehre, nämlich am neuen ALDI auf Fürst Leopold zur Anbindung des Harsewinkels sowie zwischen Maschinenhalle und „Leo“ zur Anbindung der Wienbecke Richtung Norden.

Im November soll die Fürst-Leopold-Allee für den Verkehr freigegeben werden und das muss auch so sein, denn wenn an der Bismarckstraße die Bahnunterführung abgebrochen und die Straßenführung komplett erneuert wird, muss die neue Allee den Verkehr aufnehmen, der jetzt noch aus Richtung Wulfen und Marienviertel Richtung Gemeindedreieck und Altstadt rollt. Wichtig sind die neuen Straßen auf Fürst Leopold aber auch für die Wirtschaftsförderung dort, für die Ansiedlung von Gewerbebetrieben und damit die Schaffung neuer Arbeitsplätze – ein gemeinsames Interesse der drei Bauherren dieser Straßen, also der Stadt Dorsten, der Ruhrkohle Montan Immobilien und der Prisma Immobilien.

Ein interessantes Detail am Rande: Für den Untergrund der neuen Straßen und auch Plätze auf Fürst Leopold wurden nicht zuletzt die rund 35.000 Kubikmeter Schotter verwendet, zu denen der größte Teil der ehemaligen Übertagegebäude der Zeche (43 von 52 Gebäuden wurden abgerissen) geschreddert wurden.

So wie es jetzt in Dorsten einen Hainichenring gibt, hat Hainichen seine Dorstener Straße – die so wie der Ring in einem Gewerbegebiet liegt. „Das passt“, meinte Hainichens Bürgermeister Dieter Grysinger, „denn in beiden Städten entscheidet sich die schwierige Aufgabe des Strukturwandels nicht zuletzt über einen Erfolg der Wirtschaftsförderung in den neuen Gewerbegebieten.

 

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Assistiert von Carmen Fischer und ihrer Vorgängerin als Vorsitzende im Freundeskreis Hainichen Barbara Köhn machten sich die beiden Bürgermeister dann daran, das zunächst noch unter der Deutschlandfahne versteckte Straßenschild zu enthüllen. Kein so ganz einfaches Unterfangen, aber mit vereinten Kräften war es dann geschafft – Dorsten hat jetzt offiziell einen Hainichenring. Weniger dieses Ereignis als mehr den Tag der Deutschen Einheit feierte dann die Blasmusik St. Marien mit dem Lied der Deutschen – „Einigkeit und Recht und Freiheit sind eine Daueraufgabe für uns“, so Bürgermeister Tobias Stockhoff auch mit Hinweis auf die Flüchtlingsproblematik.

Und Hainichens Bürgermeister merkte launisch an: „Wenn heute ein sächsischer Bürgermeister mit fränkischem Dialekt in einer nordrhein-westfälischen Stadt an einem solchen Festakt teilnimmt, kann es um die deutsche Einheit nicht so schlecht bestellt sein.“

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Nach dem Festakt auf der Straße traf man sich im Industriedenkmal Maschinenhalle Fürst Leopold, wo der Bergbauverein einen zünftigen Bergmannshappen servierte – Schmalztaler und auf Wunsch gab es auch einen Schnaps dazu.

 

Und so berichtete die Logo_Dorstener_Zeitung

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