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Satzung
 vom 18. Februar 2015

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Prambel

Zur Bewahrung der bergbaulichen Geschichte Dorstens grndete sich 2003 der Verein fr Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte Dorsten. Der Hintergrund dafr:

Mit dem 20. Jahrhundert kam der Bergbau nach Dorsten. 1911 konnte auf Baldur die erste Kohle gefrdert werden, ab 1913 wurde auch auf der Nachbarzeche Frst Leopold wirtschaftlich Kohle gefrdert. Der Teufbeginn fr die dritte Zeche im heutigen Dorsten 1958 gab Anlass fr die Planung der Neuen Stadt Wulfen“. 1982 wurden die Zechen Frst Leopold/Baldur und Wulfen zu einer Verbundanlage zusammengelegt, 1998 erfolgte die Eingliederung in das Bergwerk Lippe und 2001 die Einstellung der Frderung auf Frst Leopold im Stadtteil Hervest.

Neun der einst 52 bertgigen Gebude der Zeche Frst Leopold blieben erhalten und stehen heute unter Denkmalschutz, darunter die historische Maschinenhalle mit den denkmalgeschtzten Dampffrdermaschinen. Maschinenhalle und Maschinen befinden sich im Eigentum der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur.

Als Mieter der Maschinenhalle betreibt der Verein fr Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte Dorsten dort ein Informations- und Begegnungszentrum, das sich zeitgem mit der Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte der Stadt Dorsten auseinandersetzt. Die Maschinenhalle soll aber auch als attraktiver Veranstaltungsort mindestens regionale Bedeutung erhalten.

1 Name, Sitz und Geschftsjahr
1. Der Verein fhrt den Namen "Verein fr Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte Dorsten e.V."
2. Der Verein hat seinen Sitz in Dorsten und ist im Vereinsregister beim Amtsgericht Dorsten eingetragen.
3. Das Geschftsjahr ist das Kalenderjahr.

2 Zweckbestimmung
Zweck des Vereins ist die Wahrung des bergbaulichen Erbes sowie die aktive Auseinandersetzung mit der Industrie- und Sozialgeschichte der Stadt Dorsten.
Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch die Sicherung, Pflege und Unterhaltung des Industriedenkmals Maschinenhalle auf dem ehemaligen Gelnde der Zeche Frst Leopold sowie der ebenfalls unter Denkmalschutzstehenden Dampfmaschinen. Dem aktiven Denkmalschutz dienen auch die Frderung von Kunst und Kultur durch Dauer- und Wechselausstellungen in der Maschinenhalle.

Grundstzliche Vorgaben:
a) Fr die Erfllung dieses satzungsgemen Zweckes sollen die Einnahmen des Vereins aus Beitrgen, Spenden, Zuschssen und sonstigen Zuwendungen eingesetzt werden.
b) Der Verein verfolgt ausschlielich und unmittelbar gemeinntzige, berparteiliche und berkonfessionelle Ziele im Sinne des Abschnitts “Steuerbegnstigte Zwecke” der Abgabenordnung in der jeweils gltigen Fassung.
c) Der Verein ist selbstlos ttig und verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Zwecke. Die Mittel des Vereins drfen nur fr den satzungsgemen Zweck verwendet werden.
d) Die Mitglieder des Vereins erhalten keine Vergtungen fr ihre Arbeit. Entstandene Sachkosten sowie eine Aufwandsentschdigung fr geleistete Arbeiten knnen ersetzt / bezahlt werden.
e) Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Krperschaft fremd sind, oder durch unverhltnismig  hohe Aufwandsentschdigungen begnstigt werden.

3 Mitgliedschaft
Mitglied werden kann jede natrliche oder juristische Person. Das Mindestalter fr eine Mitgliedschaft betrgt 14 Jahre.


4 Rechte und Pflichten der Mitglieder
Die Mitglieder sind berechtigt, an allen angebotenen Veranstaltungen des Vereins teilzunehmen. Sie haben darber das Recht, gegenber dem Vorstand und der Mitgliederversammlung Antrge zu stellen. In der Mitgliederversammlung kann das Stimmrecht nur persnlich ausgebt werden.

5 Beginn / Ende der Mitgliedschaft
1. Die Mitgliedschaft muss schriftlich beim Vorstand beantragt werden, der ber die Aufnahme entscheidet. Bei Ablehnung eines Aufnahmeantrags ist der Vorstand nicht verpflichtet, Ablehnungsgrnde mitzuteilen.
2. Die Mitgliedschaft endet durch freiwilligen Austritt, Ausschluss, Tod des Mitglieds oder Verlust der Rechtsfhigkeit bei juristischen Personen.
3. Der Austritt aus dem Verein ist dem Vorstand schriftlich mitzuteilen und wird bei Einhaltung einer Kndigungsfrist von sechs Wochen zum Ende des Geschftsjahres wirksam.
4. Beitragsrckstnde rechtfertigen den Ausschluss eines Mitglieds. ber einen so begrndeten Ausschluss entscheidet der Vorstand.
5. Verstt ein Mitglied in grober Weise gegen die Satzung, kann der Vorstand das vereinsschdigende Verhalten dieses Mitglieds feststellen und ein Ausschlussverfahren einleiten.
a) Das vereinsschdigende Verhalten muss schriftlich begrndet werden.
b) Das betroffene Mitglied ist schriftlich unter Beifgung der Begrndung ber den Vorstandsbeschluss zu informieren und hat Gelegenheit, sich mit der Fristsetzung von zwei Wochen schriftlich zu den Vorwrfen zu uern.
c) Die Stellungnahme des betroffenen Mitglieds ist dem Vorstand vorzulegen, der abschlieend ber den Ausschluss entscheidet.
6. Bei Beendigung der Mitgliedschaft, gleich aus welchem Grund, erlschen alle Ansprche aus dem Mitgliedsverhltnis.
7. Eine Rckgewhrung von Beitrgen, Spenden oder sonstigen Leistungen ist grundstzlich ausgeschlossen.
8. Der Anspruch des Vereins auf rckstndige Beitragszahlungen oder andere Forderungen bleibt vom Ausschluss eines Mitglieds unberhrt.

6 Mitgliedsbeitrge
1. Die Hhe des Jahresbeitrags ist in der Beitragsordnung des Vereins geregelt.
2. ber nderungen der Beitragsordnung entscheidet die Mitgliederversammlung.
3. Die Mitglieder erhalten nach Ablauf des Geschftsjahres zur Vorlage beim Finanzamt eine schriftliche Mitteilung ber den gezahlten Jahresbeitrag.

7 Organe des Vereins
Organe des Vereins sind:
1. Die Mitgliederversammlung
2. Der Vorstand

8 Mitgliederversammlung
1. Oberstes Organ des Vereins ist die Mitgliederversammlung. Sie hat folgende Aufgaben:
- Die Jahresberichte entgegenzunehmen und zu beraten,
- Rechnungslegung fr das abgelaufene Geschftsjahr,
- Entlastung des Vorstands,
- den Vorstand zu whlen,
- ber die Satzung, nderungen der Satzung, die Beitragsordnung sowie die Auflsung des Vereins zu bestimmen,
- die Kassenprfer zu whlen, die weder dem Vorstand noch einem vom Vorstand berufenem Gremium angehren und nicht Angestellte des Vereins sein drfen.
2. Eine ordentliche Mitgliederversammlung wird vom Vorstand des Vereins nach Bedarf, mindestens einmal im Geschftsjahr, nach Mglichkeit im ersten Quartal des Geschftsjahrs, einberufen. Die Einladung erfolgt 14 Tage vorher schriftlich durch den Vorstand mit Bekanntgabe der vorlufig festgesetzten Tagesordnung an die zuletzt bekannte Mitgliedsadresse. Die Einladung kann auch elektronisch per E-Mail erfolgen, wenn das Mitglied diesem Verfahren ausdrcklich schriftlich zugestimmt hat.
3. Die Tagesordnung der ordentlichen Mitgliederversammlung hat insbesondere folgende Punkte zu umfassen:
- Berichte des Vorstands,
- Bericht der Kassenprfer,
- Entlastung des Vorstands,
- Wahl des Vorstands,
- Wahl von zwei Kassenprfern,
- Genehmigung des vom Vorstand vorzulegenden Haushaltsvoranschlags fr das laufende Geschftsjahr,
- Festsetzung der Beitrge/Umlagen fr das laufende Geschftsjahr,
- Beschlussfassung ber vorliegende Antrge.
4. Antrge der Mitglieder zur Tagesordnung sind sptestens 7 Tage vor der Mitgliederversammlung schriftlich beim Geschftsfhrer einzureichen. Nachtrglich eingereichte Tagesordnungspunkte mssen den Mitgliedern rechtzeitig vor Beginn der Mitgliederversammlung mitgeteilt werden. Sptere Antrge – auch whrend der Mitgliederversammlung gestellte Antrge – mssen auf die Tagesordnung gesetzt werden, wenn in der Mitgliederversammlung die Mehrheit der erschienenen stimmberechtigten Mitglieder der Behandlung der Antrge zustimmt (Dringlichkeitsantrge). Antrge auf Satzungsnderung sind davon ausgeschlossen.
5. Der Vorstand hat eine auerordentliche Mitgliederversammlung unverzglich einzuberufen, wenn es das Interesse des Vereins erfordert oder wenn die Einberufung von mindestens einem Drittel der stimmberechtigten Vereinsmitglieder schriftlich unter Angabe des Zwecks und der Grnde vom Vorstand verlangt wird.
6. Der Vorsitzende* oder einer seiner Stellvertreter leitet die Mitgliederversammlung. Auf Vorschlag des Vorsitzenden kann die Mitgliederversammlung einen besonderen Versammlungsleiter bestimmen. Beschlsse der Mitgliederversammlung werden in einem Protokoll innerhalb von zwei Wochen nach der Mitgliederversammlung niedergelegt und von zwei Vorstandsmitgliedern unterzeichnet. Das Protokoll kann von jedem Mitglied in der Geschftsstelle eingesehen werden und wird zudem zeitnah verschickt (per E-mail).

*Bei allen Bezeichnungen in dieser Satzung, die auf Personen bezogen sind, meint die gewhlte Formulierung beide Geschlechter, auch wenn aus Grnden der leichteren Lesbarkeit die mnnliche Form steht.

9 Mitgliederversammlung: Stimmrecht und Beschlussfhigkeit
1. Stimmberechtigt sind ordentliche Mitglieder. Das Stimmrecht kann nur persnlich ausgebt werden.
2. Die Mitgliederversammlung ist ohne Rcksicht auf die Anzahl der erschienenen Mitglieder beschlussfhig.
3. Die Mitgliederversammlung fasst ihre Beschlsse mit einfacher Mehrheit, Stimmenthaltungen bleiben auer Betracht. Bei Stimmengleichheit gilt der gestellte Antrag als abgelehnt.
4. Abstimmungen in der Mitgliederversammlung erfolgen offen durch Handaufheben oder Zuruf. Eine schriftliche Abstimmung muss durchgefhrt werden, wenn mehr als 1/3 der Anwesenden dies fordert.
5. Fr eine nderung der Satzung und fr Beschlsse zur Auflsung des Vereins ist eine 3/4 Mehrheit der erschienenen Stimmberechtigten erforderlich.

10 Vorstand
1. Der Vorstand, bestehend aus dem Geschftsfhrenden Vorstand und bis zu sieben Beisitzern, wird von der Mitgliederversammlung fr eine Amtszeit von zwei Jahren gewhlt. Nach Fristablauf bleiben die Vorstandsmitglieder bis zum Antritt ihrer Nachfolger im Amt.
2. Der Vorstand leitet verantwortlich die Vereinsarbeit. Er kann sich eine Geschftsordnung geben. Besondere Aufgaben kann er auf einzelne Mitglieder verteilen und Arbeitsgruppen einsetzen. Die Arbeitsgruppen whlen einen Leiter.
3. ber dringende Angelegenheiten kann der Geschftsfhrende Vorstand auch ohne die Beisitzer beraten und entscheiden 
4. Der Geschftsfhrende Vorstand besteht aus:
- dem Vorsitzenden,
- zwei gleichberechtigten stellvertretenden Vorsitzenden,
- dem Geschftsfhrer,
- dem stellvertretenden Geschftsfhrer (Wahl bei Bedarf),
- dem Kassierer,
- dem stellvertretenden Kassierer (Wahl bei Bedarf),
- dem Schriftfhrer,
- dem Pressesprecher (Wahl bei Bedarf).
5. Der Vorstand ist bei Anwesenheit von mehr als der Hlfte der Vorstandsmitglieder beschlussfhig und beschliet mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt.
6. Bei Bedarf knnen Leiter der Arbeitsgruppen oder auch mit besonderen Aufgaben betraute einzelne Mitglieder stimmberechtigt zu den Sitzungen hinzugezogen werden.
7. Beschlsse des Vorstands werden in einem Sitzungsprotokoll festgehalten. Protokolle von Vorstandssitzungen sind in der jeweils folgenden Sitzung per Abstimmung zu genehmigen. Die Mitglieder des Vorstandes haben grundstzlich Einsicht in die Protokolle des Geschftsfhrenden Vorstandes.
8. Scheidet ein Vorstandsmitglied vor Ablauf seiner Wahlzeit aus, ist der Vorstand berechtigt, ein kommissarisches Vorstandsmitglied zu berufen, welches bis zur nchsten Mitgliederversammlung im Amt bleibt.

11 BGB-Vorstand
Vorstand im Sinne des 26 BGB sind der Vorsitzende, die beiden stellvertretenden Vorsitzenden, der Geschftsfhrer und der Kassierer (Vertretungsberechtigte Vorstandsmitglieder).

12 Kassenprfer
Bei der Jahresmitgliederversammlung sind zwei Kassenprfer fr die Dauer von 2 Jahren zu whlen. Die Kassenprfer haben die Aufgabe, Rechnungsbelege sowie deren ordnungsgeme Verbuchung und die Mittelverwendung zu prfen und dabei insbesondere die satzungsgeme und steuerlich korrekte Mittelverwendung festzustellen. Die Kassenprfer haben die Mitgliederversammlung ber das Ergebnis der Kassenprfung zu unterrichten. Eine Wiederwahl der Kassenprfer ist einmal mglich.

13 Auflsung des Vereins
Bei Auflsung des Vereins oder bei Wegfall seines steuerbegnstigten Zweckes geht das vorhandene Vereinsvermgen an die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur in Dortmund bzw. ihren Rechtsnachfolger, die/der es unmittelbar und ausschlielich fr die Frderung des Denkmalschutzes am Standort Frst Leopold Dorsten zu verwenden hat.
 

So beschlossen am 18. Februar 2015