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Doppeljubiläum Fürst Leopold - Ein Feiertag für Hervest und ganz Dorsten

Der Festakt in der Maschinenhalle

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“Petrus” spielte am Freitag (14.9.) nicht wie gewünscht mit, also fand das Jubiläums-Ständchen des MGV Hervest 1948 nicht wie geplant vor der, sondern in der Maschinenhalle statt. Natürlich war dabei auch das traditionelle “Steigerlied” zu hören und natürlich wurde den Sängern passend zur Zeile “... und trinken Schnaps” in der letzten Strophe ein Kurzer serviert. Alfons Buddner, Vorsitzender des MGV und Mitglied im Bergbauverein, war begeistert ob der tollen Akustik - später meinte dazu RAG-Chef Bernd Tönjes: “Ich wusste gar nicht, dass ich zur Eröffnung einer Konzerthalle eingeladen war.”

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Hans-Udo Schneider (links), Vorsitzender des Bergbauvereins, begrüßte die Gäste (von links): Ursula Mehrfeld (Geschäftsführerin der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur), Bernd Tönjes (stellvertr. Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung und Vorstandsvorsitzender der RAG Aktiengesellschaft), Bürgermeister Lambert Lütkenhorst und Horst Heinrich (Geschäftsführung der Stiftung).

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“Die Zukunft liegt auch in den Wurzeln der Vergangenheit und sich zu erinnern, das bedeutet, nicht zu vergessen”, erklärte Hans-Udo Schneider (links) in seiner Eröffnungsansprache einen wesentlichen Aspekt des Bergbauvereins für sein Engagement am Standort Fürst Leopold - also in der Maschinenhalle wie in der historischen Zechensiedlun.

Bernd Tönjes (rechts), Hervester “Junge” und auch deshalb ein Mann mit ganz besonderen Beziehungen zu Fürst Leopold betonte in seinem Grußwort die zahlreichen und guten Chancen für die Zukunft der denkmalgeschützten Maschinenhalle. Er lobte die verdienstvolle Arbeit des Bergbaubvereins und freute sich - auch in seiner Funktion als Vorsitzender des Kuratoriums der Tisa von der Schulenburg-Stiftung - auf eine gute Zusammenarbeit.

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An das “Grubengold” im Lied “Bochum” von Herbert Grönemeyer erinnerte Bürgermeister Lambert Lütkenhorst (links) in seinem Grußwort. Dorsten habe zwar bis heute nicht den Schock der Stilllegung der Zeche und damit den Verlust von über 3.000 Arbeitsplätzen nicht verdaut, man sei aber juetzt auf einem guten Weg, den Strukturwandel zu meistern.

Für ein launiges und durchaus auch mit kritischen Tönen gewürztes Grußwort bedankte sich Hans-Udo Schneider bei Anton Brieskorn (rechts), dem Vorsitzenden der IGBCE Hervest. Brieskorn schenkte dem Verein einen IGBCE-Wimpel und eine St. Barbara-Statue.

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Die Festrede des Abends hielt Manfred Wissing (links), Vorstandsmitglied im Bergbauverein und über Jahrzehnte ein “Leopold-Mann”. Kenntnisreich und humorvoll führte Manfred Wissing durch 100 Jahre Bergbau in Dorsten, durch die Geschichte des Bergwerks und der Siedlung Fürst Leopold.

Hier die Festrede von Menfred Wissing zum Nachlesen Symbol_PDF_download

Einen ganz besonderen Gast begrüßte dann Martin Hagemann, Vorstandsmitglied im Bergbauverein, auf der Bühne, nämlich den Dampfmaschinen-Fachmann Josef Möllers (rechts), der wohl besser als jeder andere speziell die schwarze Dampfmaschine auf Fürst Leopold kennt. Josef Möllers hat diese Maschine über Jahrzehnte als externer Fachmann gewartet - und ist begeistert ob des Zustands der Maschine und angesichts der Tatsache, dass sie mit Hilfe der NRW-Stiftung wieder dynamisiert werden soll.

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Als Duo Alexandre Tansman begeisterten Jürgen Schwalke (Gitarre) und Thomas Döller (Flöte) und weckten bei vielen Gästen dieses Empfangs den Wunsch nach einem Konzertabend mit diesem Duo in der Maschinenhalle - wir arbeiten daran fürs nächste Jahr.

 

100 Jahre schwarze Dampfmaschine

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Dem Festakt in der Maschinenhalle am Freitag folgte buntes Treiben in und an der Maschinenhalle am Samstag. Auf dem Programm standen Gruppenführungen durch die denkmalgeschützte Halle und weil sich auch die Prisma Immobilien GmbH am Programm beteiligte, hatten die Besucher auch die Gelegenheit, einen Blöick in die Lohnhalle und in die Kaue zu werfen, wo ihnen Mitarbeiter des privaten Investors erklärten, was künftig in diesen Gebäuden und auf dem Areal Fürst Leopold geschehen soll.

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Ein attraktiver Blickfang vor der Halle war die historische Dampfwalze. Wie auf unserem Bild Hannes Fischak (links) und Peter Körber bestaunten viele Besucher die mächtige Maschine. Der schöne Nebeneffekt des Jubiläums-Einsatzes für den Bergbauverein: Der grobe Schotter vor der Halle wurde endlich gründlich geplättet.

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Die Gäste können kommen: Auf den späteren Ansturm der Besucher freuen sich (von links): Martin Hagemann, Michael Halbeisen, Cornelia Steinau-Lüngen, Dr. Kuno Schäfer, Axel Steinau, Brigitte Halbeisen und Ulrich Wilke.

 

100 Jahre Zechensiedlung

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Der historische Brunnenplatz, am 15. September Schauplatz eines tollen Volksfestes.

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Erster Höhepunkt des Festes war gleich zum Auftakt der Auftritt des Fanfarencorps Hervest-Dorsten 1957 - die Bläser und Trommler gaben später am Nachmittag auch noch ein Ständchen an der Maschinenhalle Fürst Leopold und verabschiedeten sich natürlich musikalisch vom Brunnenplatz.

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Heute bleibt die Küche kalt... - an vielen Ständen auf dem Brunnenplatz wurde bestens für das leibliche Wohl gesorgt.

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Grußworte zur feierlichen Eröffnung des Volksfestes gab es vom Vereinsvorsitzenden Hans-Udo Schneider, von Ulrich Küppers (Geschäftsführung Vivawest Wohnen GmbH) und von Christel Briefs, Stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Dorsten. Hans-Udo Schneider nutzte die Gelegenheit, sich im Namen des Vereins bei Ulrich Küppers für die Bühne zu bedanken, die das Unternehmen dem Verein zum Jubiläum “100 Jahre Zechensiedlung” geschenkt hat. Diese Vivawest-Bühne soll künftig allen Hervester Vereinen zur Verfügung stehen.

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Auch die Hervester Schulen machten aktiv und erfolgreich mit beim Bühnenprogramm,l so zum Beispiel die Haldenwangschule mit einer Playback-Show...

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... und die Augustaschule, die ertst in diesem Sommer selbst ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert hatte,  schickte ihren Schulchor auf die Bühne.

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Bei Ali Senn gab es leckere türkische Spezialitäten vom Grill - leider waren die Frikadellen zu schnell ausverkauft.

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Für Kaffee und Kuchen sorgte die Haldenwangschule...

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... und weil “Petrus” mitspielte wurde der Brunnenplatz an diesem Samstag zum größten Straßencafe der Stadt.

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Symbolischen Charakter hatte die Spatenübergabe auf der Bühne, vollzogen durch Ulrich Küppers und Michael Friedrich (beide Vivawest Wohnen GmbH) an Gerhard Schute, Geschäftsführer des Bergbauvereins. Diese Spatenübergabe stand für den offiziellen Startschuss des Gartenprojektes, das der Bergbauverein nicht zuletzt mit Unterstützung der Vivawest Wohnen GmbH in der Zechensiedlung Fürst Leopold in Angriff genommen hat. Konkret: Im Straßendreieck Glück-Auf-Straße, Hauerstraße und Heinrich-Wienke-Straße soll ein rd. 600 Quadratmeter großes Grundstück in einen historischen interkulturellen Siedlungsgarten verwandelt werden. Sechs Familien haben sich bisher bereits für die Mitarbeit an diesem Projekt angemeldet.

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Bei der IGBCE gab es Popcorn zum Nulltarif und wer wollte, konnte an einem Quizl teilnehmen, bei dem attraktive Preise zu gewinnen waren.

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Der Mann mit der roten Jacke und dem weißen Bart ist nicht der.... - Heinz Hauptvogel war für den Bergbauverein als Fotograf unterwegs und hatte viel Spaß mit den kleinen Festbesuchern.

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Begeistert vom eigenen Auftritt - und das völlig zu Recht - war der Schulchor der Albert-Schweitzer-Schule, der zur besten Kaffeezeit ein gelungenes Ständchen auf die Bühne brachte.

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Schach und matt - beim Schachklub Hervest konnten große und kleine Besucher sich über den Schachsport informieren und sich auch selbst ans Brett setzen, um die Vereinsspieler herauszufordern. Und wie man sieht, brachten sogar Junioren die Senioren ganz nett ins Grübeln.

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Die Dorstener Gruppe “ouwe” rockte den Brunnenplatz. Erst mit dem Sound von Jethro Tull, später dann mit bekannten Songs aus der Popszene. Auch diese Band stand sicher nicht zum letzten Mal auf der Bühne des Bergbauvereins.

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Festlichen Blumenschmuck spendierte Vivawest für den Brunnen - blühender Ersatz dafür, dass es im Brunnen wieder einmal nicht plätscherte. Aber es gab auch so für kleine wie große Besucher genug zu sehen und zu erleben.

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Zum Beispiel am Stand von Walter Biermann, der aus seinem riesigen Archiv vor allen Dingen Hervester Motive (Ansichtskarten, Fotos etc.) migebracht hatte. Da machte das Stöbern Spaß und auch Sammler kamen auf ihre Kosten.

Gefragt waren auch die Infos am Stand des Hervester Stadtteilbüros, wo Dorothea Suchalla und Joachim Thiehoff alle Fragen zum Projekt Soziale Stadt Hervest beantworteten.

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Auf der Bühne erzählte Abdul Rahman Dursum aus seinem Leben als Bergmann und in der Zechensiedlung: “Ob ich da einen deutschen oder türkischen Nachbarn hatte, spielte keine Rolle, wir hatten immer ein gutes Verhältnis und viel Spaß.”

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Treffpunkt Brunnenplatz: Nachbarn und Freunde hatten sich zum Treff beim Volksfest verabredet, ehemalige Bewohner der Zechensiedlung waren zum Teil von weither angereist, um beim Jubiläum dabei zu sein.

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Natürlich wurden auch an diesem Tag Führungen durch die Zechensiedlung angeboten und einmal mehr staunten auch “Eingeborene” über die spannende(n) Geschichte(n), die ihnen Gisela Poppek (hinten links) zu erzählen hatte.

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... and the winner is ... - Joachim Thiehoff (links), Leiter des Stadtteilbüros Hervest, spielte “Fortuna” und zog die Gewinner des Quiz der IGBCE. Den ersten Preis durfte dann Anton Brieskorn (zweiter von rechts) an den Kassierer des Bergbauvereins überreichen - Gerhard Lapke entschied sich für einen elektrischen Lockenstab...

Dazu in der Logo_WAZ  Sonderseite: Lebendig gestern und lebendig heute

und in der Logo_Dorstener_Zeitung  Sonderseite: Doppelt feiert besser