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Infos zu allen Führungen und Anmeldungen unter

Telefon 02362-9972177 (AB)

oder auch gerne per E-mail unter der Adresse

siedlung@bergbau-dorsten.de

 


2016 - Wieder spannende Führungen am Standort Fürst Leopold

Hier ein Überblick über alle Führungen, die der Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte Dorsten anbietet. Sie können an diesen Führungen als Einzelperson teilnehmen oder eine Themenführung Ihrer Wahl als Gruppe buchen.

Die Themen bei den Führungen in der Zechensiedlung:

Beim „Taubenvatter“

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Ein Blick zurück in die Zeit, als es in vielen Siedlungshäusern noch einen Taubenschlag gab. Wir besuchen mit Ihnen einen „Taubenvatter“

Die Gärten der Siedlung

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Die Gartenstadt Fürst Leopold, in der zu jeder Wohnung zur Selbstversorgung der Familien ein großer Garten gehörte. Der Interkulturelle Siedlungsgarten des Bergbauvereins wird natürlich auch besucht.

Fotoschicht

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Begleitet von Experten des Dorstener Fototreffs gehen wir auf Fotosafari in der denkmalgeschützten Kolonie.

LiteraT(o)ur

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Literatur aus der und über die Welt der Arbeit wird beim Spaziergang durch die Siedlung an verschiedenen Stationen gelesen. Texte, die nachdenklich stimmen, aber auch für Schmunzeln und Lachen sorgen.

Spiel mal wieder

Alles ohne Stecker – wir probieren beim Spaziergang durch die Siedlung aus, was die Kinder hier früher hier auf den Straßen und Plätzen gespielt haben.

So war früher

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Anno 1920 in der Kolonie - Vater, Mutter und vier Kinder – und noch ein Kostgänger, das alles auf gerade einmal 70 Quadratmetern. Dazu Garten und Grabeland, Ziegen- oder Schweinestall. So lebte man vor 100 Jahren in der Zechensiedlung

Die Infos zu diesen Führungen:

- Teilnahme 4 € / Person (Kinder bis einschl. 12 Jahre gratis)
- Gruppenermäßigung
- Für Gruppen: Auf Wunsch endet die Führung gegen einen kleinen Aufpreis mit einem kleinen Bergmannsschmaus (Schmalztaler und Schnaps) in der Geschäftsstelle des Vereins am Brunnenplatz
- Themen und Preise für Kindergärten und Schulen auf Nachfrage
- Alle Führungen dauern etwa 90 Minuten

Auf Fürst Leopold

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Und sie bewegt sich doch

Führung durch das Industriedenkmal Maschinenhalle Fürst Leopold mit Vorführung der Dampfmaschine.
• Teilnahmegebühr 5 € pro Person
(Kinder bis einschließlich 12 Jahre gratis)
• Gruppenermäßigung
• Die Führung dauert etwa 1 Stunde

Das Leben auf der Seilscheibe

Spaziergang durch die Zechensiedlung zu den Zechengebäuden (Lohnhalle, Kaue und Maschinenhalle) mit Vorführung der Dampfmaschine. Start am Brunnenplatz.
• Teilnahmegebühr: 7,50 € pro Person
(Kinder bis einschließlich 12 Jahre gratis)
• Gruppenermäßigung
• Dauer der Führung etwa 2 Stunden
 

Neu!!! Offene Führungen

Das Erbe von Fürst Leopold

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Rundgang durch die ehemaligen Gebäude der Zeche (Lohnhalle, Kaue und Maschinenhalle) mit einem besonderen Blick auf die spannende Geschichte der Fürstenfamilie, der die Zeche ihren Namen zu verdanken hat.

Start jeweils um 13 Uhr an der Maschinenhalle.
• Termine: 24.04. / 22.05. /26.06. / 24.07. / 28.08. / 25.09. / 23.10.
• Teilnahmegebühr 5 € pro Person
(Kinder bis einschließlich 12 Jahre gratis)
• Gruppenermäßigung
• Dauer der Führung etwa 90 Minuten

 

In der Kolonie

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Spaziergang durch die teilweise unter Denkmalschutz stehende und jetzt 100 Jahre alte Siedlung, die zwischen 1912 und 1920 für rund 700 Bergarbeiterfamilien gebaut wurde.

Start jeweils um 16 Uhr an der Geschäftsstelle des Vereins am Brunnenplatz.
• Termine: 8.4. / 13.5. / 10.6. / 8.7. / 12.8. / 9.9. / 14.10.
• Teilnahmegebühr 4 € pro Person
(Kinder bis einschließlich 12 Jahre gratis)
• Gruppenermäßigung
• Dauer der Führung etwa 90 Minuten

Führungen mit dem Fahrrad

In zwei Etappen rund um die Bergbaustadt

„Rund um die Bergbaustadt Dorsten“ geht es auf den beiden Rad-Touren des Bergbauvereins. Die Südschleife ist rund 35 und die Nordschleife ca. 30 km lang. Die Fahrtzeit beträgt je Tour 4 bis 5 Stunden. Auf den Strecken gibt es unterwegs an vielen Haltepunkten Spannendes über die vielen Spuren zu berichten, die der Bergbau in Dorsten hinterlassen hat. Selbstverständlich kehren wir auf beiden Touren für ein stärkendes Päuschen ein.

Termine:
Tour Süd: 7. Mai 2016 – Start 10 Uhr am Brunnenplatz
Tour Nord: 3. September 2016 – Start 10 Uhr am Brunnenplatz
Teilnahmegebühr je Tour:
Einzelteilnehmer 10 € je Person
Ermäßigung für Gruppen (mindestens 6 Teilnehmer)

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Das Wasser und die Kohle

Mehr ein Spaziergang mit dem Fahrrad als eine Radtour ist die Führung „Das Wasser und die Kohle“. Abweichend von den anderen Themenführungen startet diese Tour an der alten Feuerwache im Lippetal. Die Bedeutung von Lippe und Kanal für Dorsten und besonders für den Bergbau steht im Mittelpunkt dieses Radspaziergangs der schließlich auf dem Brunnenplatz in der Hervester Zechensiedlung Fürst Leopold endet.

Termin: 10. Juni 2016 – Start 17 Uhr Parkplatz Lippetal
Teilnahmegebühr: 5 € je Person
Ermäßigung für Gruppen (mindestens 6 Teilnehmer)

Anmeldungen und Infos zu allen Touren unter:
siedlung@bergbau-dorsten.de
Telefon: 02362 – 99 72 177

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Gelungene Premiere für die “Klopps-Führung”

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Eine gelungene Premiere erlebte die neue Themenführung durch die Siedlung Fürst Leopold “Kinder, Kohle, Klopssuppe”. Das war nicht ur informativ, sondern ausgesprochen lecker, lobten die Teilnehmer/innen die von Gisela Poppek organisierte und geleitete Führung. - Na prima, das schmeckt doch nach mehr....

Und so berichtete die  Logo_Dorstener_Zeitung

 


Radtour mit sportlichen Realschulleitern

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Am letzten Donnerstag in den großen Ferien treffen sich - das ist seit Jahren eine schöne Tradition - katholische Realschulrektoren aus ganz NRW zu einer gemeinsamen Radtour. Diesmal lag die Rolle des Gastgebers bei Lambert Suwelack (St. Ursula), der seine Kolleginnen und Kollegen gemeinsam mit dem Bergbauverein auf den Spuren des Bergbaus durch Dorsten führte. Erste Station war der “Esel” an der Ecke Gahlener Straße, dessen Bedeutung Volker Jenau der Gruppe erklärte.

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Nach zwei kräftigen Regengüssen unterwegs, die aber die gute Stimmung nicht beeinträchtigten und einen Teil der Gruppe auch nicht davon abhielten, die Lippe mit der Baldur-Fähre zu überqueren, kam man schließlich in der Zechensiedlung Fürst Leopold an. Wie bei allen Besuchern der Kolonie war auch bei den Gästen von Lambert Suwelack die Begeisterung groß über das Konzept dieser Siedlung.

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Endstation des Ausflugs war schließlich die Maschinenhalle Fürst Leopold, wo Gerhard Schute über das Nutzungskonzept und die Arbeit des Bergbauvereins informierte. Kein Wunder, dass bei diesen Gästen besonders die Aktivitäten zum Außerschulischen Lernort interessierten.

 

 


Ausflug der Caritas zu Fürst Leopold

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Zum Jahresausflug 2014 hatte die Caritas ihre zahlreichen ehrenamtlichen Helfer auf Fürst Leopold eingeladen. Während sich eine Gruppe unter der Führung von Barbara Pötsch auf den Weg zu einem Spaziergang durch die Zechensiedung Fürst Leopold machte, blieb die andere Gruppe auf dem Areal Fürst Leopold und ließ sich von Gerhard Schute durch die alten Gebäude führen und die künftige Nutzung erklären. Abschließend warfen alle Teilnehmer noch einen kurzen Blick in die Maschinenhalle und hatten das Glück, dass gerade zu dieser Zeit ein weiterer Probelauf des Reibradantriebs durchgeführt wurde. Das Staunen war groß, dass sich Köpescheibe und Dampfmaschine tatsächlich wieder bewegen.

 


Ein gelungener Start der Geburtstagsfeier

Zum Führungsangebot des Bergbauvereins gehören auch Führungen aus besonderen Anlässen. Ein schönes Beispiel vom 23. März:

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Anke Klapsing-Reich (links) beschenkte zu ihrem Geburtstag sich und ihre Gäste mit einer Führung durch die Zechensiedlung. „Petrus“ spielte ganz ordentlich mit und so wurde der Spaziergang zu einer feinen Veranstaltung, bei der viel gelacht wurde – nicht nur weil die Gastgeberin zum Start der Runde einen zünftigen Schnaps ausgeschenkt hatte.

Wenn Sie Interesse an solchen Führungen haben: Infos gibt es unter der Emailadresse:
siedlung@bergbau-dorsten.de

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Eisenbahnfreunde Gast beim Bergbauverein

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Vor ihrer Tagung in der Geschäftsstelle des Bergbauvereins...

Auf Einladung der Dorstener Eisenbahnfreunde OnWheels e.V. trafen sich die im Netzwerk BahnLokal (www.bahnlokal.de) verbundenen Eisenbahnvereine in Hervest zu ihrem Jahrestreffen. Zum DStart ließen sich die aus Westfalen angereisten Bahnfans vom Bergbauverein übers ehemalige Zechengelände, durch die Maschinenhalle und die Zechensiedlung führen.

Natürlich interessierte die Museumsbahner ganz besonders, dass Fürst Leopold unverändert auch per Zug angefahren werden kann - das Creativquartier und die Maschinenhalle wären doch bestimmt, so die Überlegungen, lohnende touristische Ziele. Diesen Gedanken will man weiter verfolgen.

Im Netzwerk BahnLokal sind Vereine organisiert, die selbst historische Züge erhalten, wie die Osnabrücker Dampflokfreunde, die Betreiber des „Teuto-Express“ aus Lengerich oder des „Revier-Sprinters“ aus Dorsten. Andere restaurieren alte Bahnhöfe wie der „Verein alter Bahnhof Lette“, fahren auf Feldbahnen, bewegen eine Handhebeldraisine oder organisieren Damfpzüge wie die Eisenbahnfreunde OnWheels e.V., die am 10. Mai mit über 800 Passagieren nach Cochem dampfen.

Mit Hilfe von BahnLokal werben die Vereine gemeinsam für ihre Aktiviäten und unterstützen sich gegenseitig, wenn es an Personal fehlt oder fachlicher Rat gebraucht wird. Diesmal wurde sogar darüber beraten, wie man gemeinsam Hobby-Eisenbahner zu Zugschaffnern und Zugführern ausbilden kann, damit das überwiegend ehrenamtliche Engagement rund um die alten Fahrzeuge auch in Zukunft professionell funktionieren kann. Denn eines steht fest: Dort, wo die alte Technik des Industriezeitalters, in deren Mittelpunkt zweifellos die Dampfkraft steht, in Aktion zu erleben ist, ist sie ein echter Publikumsmagnet für Jung und Alt.

Mit vielen neuen Ideen und beeindruckt durch die touristischen Chancen, die sich rund um „Fürst Leopold“ abzeichnen, reisten die Museumsbahner aus Dorsten ab.

 

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... ließen sich die Eisenbahnfreunde durch die Zechensiedlung führen und natürlich wurde auch die Maschinenhalle Fürst Leopold besichtigt.

 


Hier erscheint in Kürze ein Rückblick auf die Führungen 2013


Der “Winterschlaf” ist vorbei

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Die neue Saison hat angefangen, der “Winterschlaf” in der Zechensiedlung Fürst Leopold ist vorbei. Die ersten Schulklassenführungen durch die Kolonie - Gäste waren zwei Klassen der Augustaschule - hat trotz nasskalten Wetters Lust, mit dem es die erste Klasse zu tun hatte, auf mehr gemacht. Wir freuen uns auf viele Besucher in diesem Jahr.

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Etwas Sonne am Himmel und schon hatten die Kinder, ihre Lehrerin sowie auch Volker Jenau und Gisela Poppek vom Bergbauverein gute Laune. Dafür sorgte bei den Kindern aber auch das kleine Abschiedsgeschenk - richtige Kohle.

 


Büro Drecker - Jahrestreffen in Hervest

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Das Büro Drecker aus Bottrop - Peter Drecker und seine Mitarbeiter sind auf Landschaftsarchitektur und Umweltplanung spezialisiert - hatte seine Mitarbeiter aus Bottrop, Hannover, Halle und Bergholz-Rehbrücke bei Potsdam zum Jahrestreffen nach Hervest eingeladen. Der Strukturwandel in diesem Stadtteil und das Projekt Soziale Stadt, bei dem das Büro Drecker an mehreren Stellen engagiert ist, standen im Mittelpunkt. Eine Station war die Maschinenhalle Fürst Leopold - für die meisten Teilnehmer ein Aha-Erlebnis angesichts der imponierenden Dampfmaschine. Für den Bergbauverein erläuterten Gerhard Schute und Volker Jenau die Vorhaben des Vereins in der denkmalgeschützten Halle.

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Spannend war für die Besucher auch der Rundgang durch die Zechensiedlung Fürst Leopold. Das Büro Drecker ist an der Grünflächenplanung in der Siedlung beteiligt.

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“Und hier soll ein interkultureller Nutzgarten entstehen”, erklärte Gerhard Schute der Gruppe das in der Siedlung geplante Gartenprojekt. Für die Drecker-Mitarbeiter aus Hannover, Halle und Bergholz-Rehbrücke auch deshalb ein interessantes Projekt, weil es von Drecker-Bottrop planerisch unterstützt wird. - Und natürlich wurde auch in dem Bereich der Siedlung engagiert diskutiert, in dem in den 80-er Jahren die Ludes-Pläne für die Innenbebauung realisiert wurden.

Das abschließende Fazit der Besucher: Ein spannender Nachmittag mit vielen interessanten Einblicken in das Projekt Soziale Stadt Hervest.


Chinesen auf Fürst Leopold

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18 chinesische Stipendiaten, allesamt junge Akademiker, die im mittleren Wirtschaftsmanagment ihres Landes arbeiten und sich während eines einjähgrigen Aufenthaltes in Deutschland für höhere Aufgaben qualifizieren sollen, besuchten den Standort Fürst Leopold.

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Die von der “Bildungsmeile Dortmund” und der Dorstener Wirtschaftsförderung Windor betreuten Besucher ließen sich von Gerhard Schute über den Strukturwandel im Ruhrgebiet informieren. Anschließend hatte Ulrich Wilke viele Fragen speziell zur Dampfmaschine und zum Bergwerk Fürst Leopold zu beantworten.

Dazu schrieb die Logo_WAZ Gäste aus China auf Fürst Leopold Symbol_PDF_download

und die Logo_Dorstener_Zeitung Chinesen besuchten HervestSymbol_PDF_download

 


Kinder der Wichernschule von der Zechensiedlung begeistert

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Wichern01_(c)_vjGleich zwei Klassen der Wichernschule (4a und 4b) waren am Donnerstag (25. Oktober) mit dem Bergbauverein in der Zechensiedlung Fürst Leopold unterwegs. Gute Laune war nicht nur beim schon traditionellen Abschlussbild auf dem Brunnenplatz angesagt, auch beim Spaziergang durch die Siedlung waren die Kinder ebenso wie ihr(e) Lehrer/innen Cornelia Neubauer, Gabriele Conrad, Friedhelm Naujocks und die begleitenden Eltern begeistert ob der spannenden Geschichte(n) über die und aus der Siedlung.

Und wieder einmal war die “Gemüsestation” ein besonderes Highleght bei dieser Führung und natürlich hatte der Bergbauverein für ausreichend frische Möhren gesorgt, so dass jedes Kind seine gesunde “Überraschung” bekam.

 

 

 


Impressionen vom Raschelgang

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“Maler Herbst” - wer Spaß hat am gefärbten Laub, der kam beim Raschelgang durch die Zechensiedlung Fürst Leopold wahrlich auf seine Kosten.

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Bei herrlichstem Herbstwetter führte Petra Eißing die Gruppe durch die Kolonie, natürlich auch durch die laubreichen Grünanlagen,l die in den kommenden Jahren mit den verschiedenen Projektes der Sozialen Stadtr gründlich ihr Gesicht verändern werden.

Ein Schwerpunkt bei dieser Führung war der früher arbeitsreiche Herbst für die Bergarbeiterfamilien in den Zechensiedlungen. Der Herbst, das war die Einmachzeit, da wurde geschlachtet, gewurstet und und und - ein ganz großer Teil dieser Arbeit in Haus und Garten blieb den Frauen vorbehalten.

Dazu in der Logo_Dorstener_Zeitung Vorrat war die halbe Miete

 

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RuhrTour auf der Walz

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Die Metropole Ruhr zu Fuß entdecken, nicht in Form einer klassischen Wanderung, sondern im Sinne einer informativen und unterhaltsamen Erkundungstour. So lautete die Philosophie der Ruhr-Tour "auf der Walz". Nachdem die Touren 2011 von Duisburg bis Dortmund "mitten durch" die Metropole Ruhr führten – von Revierpark zu Revierpark – wurden für 2012 vier Routen im westlichen mittleren, nördlichen und östlichen Verbandsgebiet des Regionalverbands Ruhr (RVR) ausgearbeitet. Die vier Tagesetappen der RuhrTour "auf der Walz" 2012 hatten zwischen 18 und 21 km Länge und waren für einen geübten Fußgänger gut zu bewältigen.

Die dritte Etappe startete in der Dorstener Altstadt und führte über Maria Lindenhof und durch das Naturschutzgebiet Lippeaue zur Maschinenhalle Fürst Leopold. Hier war die Gruppe sichtlich froh, vom Bergbauverein mit Getränken versorgt zu werden - der/die eine oder andere Teilnehmer/in nutzte die Zeit, um erste Blasen zu behandeln.

 

 

 

 

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Während sich die Gruppe erfrischte und stärkte, erläuterte Martin Hagemann, Vorstandsmitglied im Bergbauverein, Geschichte und Funktion der denkmalgeschützten Dampfmaschine von 1912 und die Wanderer erfuhren auch, wie der Bergbauverein als Mieter der Maschinenhalle dieses Industriedenkmal künftig nutzen will.

Dann machte sich die von Brigitte Stüwe geführte Gruppe wieder auf den Weg. Durch die Zechensiedlung Fürst Leopold ging es Richtung Altendorf-Ulfkotte, zu Bauer Dahlhaus, zum “Ruhrkultur-Garten” und schließlich über Feldhausen zur ebenfalls denkmalgeschützten Maschinenhalle Zweckel.

 

 

 


LiteraTour in der Gartenstadt Fürst Leopold

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„Die letzte Sau der Kolonie“ – was sich so herbe liest, ist in Wahrheit ein feines Büchlein aus der Feder von Friedhelm Wessel, ein Band voller Geschichten zwischen Förderturm und Taubenschlag. Geschichten, wie sie überall Alltag waren in den zahlreichen Bergarbeitersiedlungen des Ruhrgebiets, also auch in der Hervester Siedlung Fürst Leopold. Bei der Siedlungsführung „LiteraTour“ am 24. August hat Gisela Poppek (Bildmitte) auch aus dem Buch von Friedhelm Wessel vorgelesen - ein Text weitweg von jeder Siedlungsromantik.

Diese LiteraTour durch die Kolonie war eine weitere Themenführung des Bergbauvereins durch die in diesem Jahr 100 Jahre alte und denkmalgeschützte Zechensiedlung, die mit der Stilllegung der Zeche Fürst Leopold ihre strikte Bindung an den Bergbau verloren hat. Wer heute eine der 464 von Vivawest Wohnen GmbH verwalteten Wohnungen mieten möchte, muss nicht mehr wissen, was ein Arschleder ist. Bei den Themenführungen geht’s aber nicht um die Pflege von Nostalgie, sondern um in der Siedlung gelebte Sozial- und Industriegeschichte. Dafür war der Text „Tagesablauf einer Bergarbeiterfrau“ aus dem „Hochlarmarker Lesebuch“ ein treffender Beleg.

Bei alledem kam die Siedlung mit ihrer reichhaltigen Geschichte nicht zu kurz. Nach der Tour gab es in der Geschäftsstelle des Vereins am Brunnenplatz einen kleinen Bergmannsschmaus, diesmal sogar mit einem Glas Wein.

Schnappschüsse von der Führung am 24. August:

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Tolle Fotoschicht in der Zechensiedlung Fürst Leopold

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Zur „Fotoschicht“ in der Zechensiedlung hatte der Bergbauverein eingeladen und eine Gruppe mit 15 Teilnehmern machte sich (am 26. Juli) bei traumhaften Sommerwetter auf den Weg, um den planerischen Feinheiten der preisgekrönten Siedlungsarchitektur mit der Kamera auf den Grund zu gehen.

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Fachkundige Hilfe gab es für die Teilnehmer dabei von Bernd Uckermann vom Dorstener Fototreff (im Bild mit Günter Fraund), der zwar viele technische Tipps und Tricks vermitteln konnte, aber bei der Motivsuche in der jetzt 100 Jahre alten Siedlung nicht helfen musste.

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Thomas und Hildegard Assenmacher aus Schermbeck (links) machten sich als Team ans Werk, auch Marita Krüger begab sich bestens ausgerüstet auf die Foto-pirsch und war ob der Motivfülle begeistert.

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Beim abschließenden kleinen Bergmannsschmaus in der Geschäftsstelle des Vereins am Brunnenplatz wurde noch munter gefachsimpelt und alle Teilnehmer hatten den Wunsch: Das muss wiederholt werden!

Hier eine Bilderauswahl von der Fotoschicht


Was alles so kraucht und flaucht und wächst in und an der Zechensiedlung Fürst Leopold

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Fauna und Flora standen (am 4. Juli) im Mittelpunkt eimer spannenden Themenführung durch die Zechensiedlung Fürst Leopold. Horst Papenfuß und Dr. Jörg Meinecke (zweiter von rechts) vom Dorstener Naturschutzbund (NABU) unterstützten den Bergbauverein bei dieser Führung und lenkten die Blicke der Gruppe auf viele “Kleinigkeiten” mit großer Bedeutung, denen man sonst allenfalls flüchtige Aufmerksamkeit schenkt. Dass ein nicht gedüngter und eben nicht wöchentlich geschnittener Rasen zum Beispiel nicht nur sehr viel mehr Pflanzen und Tieren einen Lebensraum bietet, sondern bei näherer Betrachtung seine ganz besondere Schönheit hat - ein guter Grund ab sofort den eigenen Rasen nicht mehr in ein Golfgrün verwandeln zu wollen.

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Was ist Unkraut? Letztlich ist das dann eben doch eine Definitionsfrage, aber dass niemand in Freude ausbricht, wenn in seinem Garten meterhoch die Brennnesseln wuchern, kann auch der Fachmann vom NABU nachvollziehen. Um dann die (berechtigte) Frage nachzuschieben, ob es wirklich sinnvoll ist, immer und überall den Wildwuchs durch das übliche “öffentliche Begleitgrün” zu ersetzen, das nur zu oft einen erheblichen Nachteil hat: Die zum Teil vor Jahrzehnten schon von anderen Kontinenten importierten Gehölze und Pflanzen sind bei uns bis heute nicht heimisch geworden, jedenfalls nicht in dem Sinn, dass sie von den hier lebenden Insekten und Vögeln “bewohnt” werden.

Bis in die Lippeaue (Bild rechts) führte der abendliche Spaziergang, der ganz wesentlich vom tollen Wetter profitierte - es gab ihn eben doch, den Sommer 2012.

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Erstaunlich, wie schnell die Natur die Trasse der ehemaligen Zechenbahn zurückerobert hat. Vor allen Dingen heimische Pflanzen haben sich hier vermehrt und auch hier gilt - der besondere Reiz erschließt sich beim näheren Hinsehen. - Es lohnt sich, zu einem Natur-Spaziergang durch die Zechensiedlung und ihre nähere Umgebung zu starten.

 


Lehrerausflug in die Zechensiedlung

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Warum in die Ferne reisen... - das Kollegium der Haldewangschule traf sich (am 22. Juni) auf dem Brunnenplatz zu einem Lehrerausflug der besonderen Art, nämlich einer Führung durch die Zechensiedlung Fürst Leopold. Und obschon Siedlung und Schule in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander liegen, gab es für “Ausflügler” beim Spaziergang durch die Kolonie viele Überraschungen. “Das machen wir auch mit unseren Kindern machen”, hieß es nach der Führung - herzlich willkommen, man sieht sich.

 


“Heimatkunde” vor der Haustür für den Kindergarten St. Josef

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“Heimatkunde vor der Haustür” stand (am 21. Juni) auf dem Programm für die Kinder aus dem Kindergarten St. Josef, die nach den Sommerferien eingeschult werden. Für Gisela Poppek und Bärbel Pötsch (hinten links und rechts) vom Bergbauverein waren es die bisher jüngsten Gäste bei Siedlungsführungen, aber die waren von der Führung so begeistert, dass Kindergartenleiterin Rita Große-Jüttermann (hinten 2. von rechts) ankündigte: “Im nächsten Jahr kommen wir mit der nächsten Gruppe wieder.”

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An der Gartenstation bestaunten die Kinder erst ein Einmachglas, dann war der Andrang groß als Volker Jenau und Gisela Poppek frische Möhren zum Probieren verteilten.

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Das Highlight der Führung durch die Siedlung war die Spielestation. Knickern und Sackhüpfen zum Beispiel - da waren die Kinder mit besonderer Begeisterung bei der Sache.

 


Spannendes Erlebnis für Kinder aus der Wilhelm Lehmbruck-Schule

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Eine Maschine, auf die man auch mit einer Leiter draufsteigen kann - das hatten die Jungen und Mädchen der dritten Klasse der Wilhelm Lehmbruck-Schule bis dahin in ihrem Leben noch nicht gesehen. Entsprechend beeindruckt und begeistert waren sie bei ihrem Besuch (am 25. Mai) im denkmalgeschützten Maschinenhaus Fürst Leopold, wo ihnen Rainer Poppek geduldig alle Fragen zu den gewaltigen Maschinen beantwortete.

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Spannend war zuvor auch die Führung durch die Zechensiedlung Fürst Leopold, wo es unter anderem an der Gartenstation darum ging, verschiedene Gemüsearten zu erraten, die früher in den Gärten der Siedlung angebaut wurden. Gisela Poppek hatte ebenso geduldige wie neugierige Zuhörer.

 


Für die alten Spiele braucht’s Technik der besonderen Art

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Spiele04_2012_06_05_(c)_vjDie Spiele von damals, also aus einer Zeit, als es noch keine Playstation gab und keine Wii, kaum Fernsehen und natürlich auch noch kein Handy, auch diese Spiele können unterhaltsam sein, spannend - und sie haben den Vorteil, dass man mehr bewegen muss als Daumen und Zeigefinger. Bei der Siedlungsführung “Spiel mal wieder” hatten Erwachsene und Kinder reichlich Gelegenheit, die alten Spiele zu testen.

Beispielsweise beim Spielen mit den Murmeln - oder sollen wir von Knickern sprechen? Wie auch immer: Die kleine Gruppe hätte am liebsten noch eine Stunde oder mehr weitergespielt, denn die kleinen Kugeln möglichst schnell ins Loch zu schnippen, das weckte den Ehrgeiz. An anderen Station der Spiele-Tour standen Sackhüpfen oder auch Eierlaufen auf dem Programm, Reifen schlagen oder auch Peitschendopp. “Einfach toll, was die früher für Spiele hatten”, meinte einer der Jungen.

Auch Rainer Schöneweiß, unter dessen fachkundiger Leitung diese Spiele-Führung stattfand, hatte seinen Spaß, nicht zuletzt am Spaß der Teilnehmer, die sich nach der Rückkehr zur Geschäftsstelle des Bergbauvereins am Brunnenplatz mit kleinen Schmalzbroten und Knackwürsten stärken konnten.

Wenn Sie interesse an einer Spieleführung haben, sei es für die Verwandtschaft, einen Kindergeburtstag, eine Kindergartengruppe oder eine Schulklasse, können Sie sich gerne mit uns in Verbindung setzen. Wahlweise unter Tel. 02362-9972177 oder auch unter der Email-Adresse: siedlung@bergbau-dorsten.de

 

 

 

 

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Frauengruppe von St. Josef “entdeckt” die Zechensiedlung

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Unter der fachkundigen Führung von Petra Eißing (zweite von links) machte sich (am 15. Mai) eine Frauengruppe der katholischen Kirchengemeinde St. Josef auf den Weg, um die Zechensiedlung Fürst Leopold zu entdecken.

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Die Befürchtung von Petra Eißing - “Die Damen kennen sich hier doch wahrscheinlich besser aus als ich” - bewahrheitete sich nicht. Schon beim Start auf dem Brunnenplatz gab es für die Gruppe überraschende Informationen aus der reichhaltigen Geschichte dieser Siedlung und auch das preisgekrönte Konzept des Architekten Eggeling mit seiner besonderer Vorliebe für viele kleine Plätze in der Siedlung, war so im Detail nicht bekannt.

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Zu einer angeregten Diskussion kam es beim Thema Sanierung der Zechensiedlung und am “Osttor” an der Freiligrathstraße sorgte die Geschichte von Leo Sadecki für einigess Staunen. Beim abschließenden kleinen Bergmannsschmaus in der Geschäftsstelle des Bergbauvereins war von den Teilnehmerinnen wiederholt zu hören: “Ich hab’ gar nicht gewusst, dass die Siedlung so schön und ihre Geschichte so spannend ist.”

 


Siedlungsführung mit Musik

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Natürlich machte die von Volker Jenau fachkundig geleitete Themenführung “Wenn wir schreiten Seit an Seit” Station an den Torhäusern von Fürst Leopold, an dem von Dorstens Ehrenbürgerin Schwester Paula gestalteten Gedenkstein an die Mahnwache, die sich über viele Wochen und über die Jahreswende 1996/1997 hinwegzog. “Ja, es war ein kräftiges Zeichen, das war damals gesetzt haben”, erinnerte sich einer der Gewerkschafter, seinerzeit Teilnehmer an der Mahnwache, um dann aber auch nicht ganz ohne Verbitterung festzustellen: “Geändert hat unsere Aktion nichts.” 1997, im stärksten Betriebsjahr der Schachtanlage Fürst Leopold/Wulfen, wurden die Weichen gestellt für die endgültige Schließung der Zeche.

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Geht es der Zeche gut, dann geht es auch den Menschen in der Siedlung gut - bei der Führung wurde immer wieder deutlich, wie stark das Leben am Arbeitsplatz auch das Leben in der Siedlung geprägt hat, in der die Wohnungsvergabe seit der Stilllegung von Fürst Leopold nicht mehr an einen Arbeitsplatz im Bergbau gebunden ist.

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Eine Siedlungsführung mit Musik - bei der Premiere für diese Form von Führung in der Zechensiedlung Fürst Leopold hatte nicht nur Heinzbert Peeters (links) großen Spaß, auch die Teilnehmer an dieser Führung waren begeistert bei der Sache.

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Besuch beim Taubenvatter

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Wie trainiert man Brieftauben? “Taubenvatter” Harald Kühn blieb bei der Themenführung “Beim Taubenvatter” keine Antwort schuldig, also lernten seine Zuhörer/innen, dass vor dem Start in die Reisesaison die Tauben natürlich Trainingsflüge machen. 20 Kilometer zunächst und dann steigert sich die Strecke auf knapp 100 Kilometer - bei den Wettflügen sind Strecken zwischen 800 und 1000 Kilometer der Normalfall. Und bei gutem Wetter und günstigen Winden schafft eine gute Taube die Strecke von 1000 Kilometer an einem Tag. Und wenn es dunkel wird? “Es gibt schon Züchtungen, die auch nachts fliegen, aber unsere Tauben machen nachts eine Pause, verstecken sich in Bäumen oder ruhen sich im Schutz von Kaminen aus.”

Dass die Tauben heute nicht mehr wie einst das Feierabendleben in der Zechensiedlung prägen, hat viele Gründe, aber nicht zuletzt hat der Nachwuchsmangel bei den Züchtern seinen Grund auch darin, dass dieses Hobby einen enormen Zeitaufwand erfordert, “Taubenvatter ist man eben an 365 Tagen im Jahr jeweils 24 Stunden”, so Harald Kühn.

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Dass etwa der Taubenkot auf den Dächern ein Grund gewesen sei, sich wegen des Ärgers mit den Nachbarn vom Taubensport zu verabschieden, ist offenbar ein dummes Märchen. Harald Kühn verweist auf die Dächer rund um seinen oft preisgekrünten Schlag - und in der Tat, alle Dächer sind blitzblank. Und dass der moderne Taubensport weit weg weg ist vom Uhrendrehen vergangener Jahrzehnte, auch das erzählte Harald Kühn seinen staunenden Besuchern. Die Brieftauben sind längst mit einem Chip im Ring unterwegs und wenn sie nach am Ende ihres Preisfluges am Schlag ankommen, wird die geflogene Zeit elektronisch erfasst und digital gespeichert.

Seit vielen Jahren schon ist Harald Kühn Mitglied im Taubensportverein “Gut Flug” (benannt nach dem Gruß der Taubensportler), aber gerne erinnert er sich auch an seine Zeit im Verein “Blitz”, dem ersten und ältesten Dorstener Taubensportverein, gegründet 1897. Auch diesen Verein erwischte der Nachwuchsmangel, in den 90-er Jahren hatte der Verein gerade noch so viele Mitglieder, wie man braucht, um nach deutschem Vereinsrecht noch ein Verein sein zu dürfen. Auflösen oder weitermachen? “Es gab immer einen Grund, den Verein nicht aufzulösen”, so Harald Kühn, der dann 1997 beim jährlichen Taubensport-Kongress in Dortmund einen großen Goldpokal für “100 Jahre Blitz” in Empfang nehmen durfte. Erst vor zwei Jahren hat sich “Blitz” Ringnummer 0601) aufgelöst.

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Siedlungsführung für die Tempelmann-Gruppe

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Führung_Tempelm_2_2012_03_29_(c)_gsZu einer Siedlungsführung hatten sich der Bergbauverein und die Dorstener Tempelmann-Gruppe verabredet – es wurde erst unterwegs und später auch in der Vereinsgeschäftsstelle am Brunnenplatz ein spannender Gedankenaustausch.
Für die Tempelmann-Gruppe betonte Jürgen Tempelmann, das Engagement von TeDo ende nicht an den Torhäusern von Fürst Leopold, sondern man habe auch eine gedeihliche Entwicklung des gesamten Stadtteils Hervest im Fokus. Bergbauverein und Tempelmann-Gruppe verabredeten für die nähere Zukunft weitere Arbeitstreffen, um konkrete Kooperationsmöglichkeiten auf der Fläche Fürst Leopold zu diskutieren.

Für den Bergbauverein und die Tempelmann-Gruppe stand am Ende des sehr offenen Austausches als Fazit fest: „Wir wollen auf Fürst Leopold nicht nur gute Nachbarn, sondern gute Partner sein und uns gegenseitig unterstützen.“ Konkret wird das wieder wie schon im vergangenen Jahr bei der ExtraSchicht zu sehen sein, also in der langen Nacht der Industriekultur am 30. Juni, die in diesem Jahr besondere Herausforderungen mit sich bringt, wenn tatsächlich auch das Open Air-Konzert der Großveranstaltung „WDR2 für eine Stadt“ auf Fürst Leopold stattfindet.
 

 

 


Im Märzen der Siedler...

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Bei schönstem Frühlingswetter war die Siedlungsführung “Im Märzen der Siedler...” unterwegs - unser Bild zeigt die Gruppe in der Compesstraße.

Maerzen_06_2012_03_20_(c)_gsGerade in dieser Straße, die nach Ansicht vieler Besucher eine der schönsten Straßen in der Siedlung ist, lohnt es sich besonders, mal stehen zu bleiben und nur die Augen auf den Spaziergang zu schicken. Da gibt es viel zu sehen. Einen der kleinen Plätze, wie sie so typisch sind für die Siedlung Fürst Leopold und dann eben auch das auflockernde Nebeneinander von Häusern, die mal verputzt sind oder mit Sichtmauerwerk das Straßenbild bereichern.

Die Steine für beide Häuser stammen übrigens aus der Ringofenziegelei, die speziell für den Siedlungsbau auf der Zeche Fürst Leopold errichtet wurde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Es waren nicht zuletzt die in der Siedlung angelegten Gärten, die für Familien aus Masuren ausschlaggebend waren, den Umzug ins westfälische Industriegebiet zu wagen. Das erzählte Brigitte Stüwe den Teilnehmern an der Siedlungsführung, aber sie berichtete dann auch vom harten Leben, das die Familien damals hatten, das besonders auch die jungen Frauen zu bestehen hatten. Bewegend der von Brigitte vorgelesene Brief einer Masurin in die Heimat, der voller Heimweh ist und das alltägliche Leben in der Siedlung anschaulich beschreibt. Die Schreiberin tröstet sich dann selbst am Ende ihres Briefes “...nur der Garten, der ist fast so wie früher bei uns im masurischen Dorf”.

Über diese Führung schrieb die Logo_Dorstener_Zeitung

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Start in den Frühling mit einem Spaziergang durch die Zechensiedlung

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Bei der Anwerbung von Arbeitern für die junge Zeche Fürst Leopold spielten die Gärten eine zentrale Rolle. Als die Werber in Masuren unterwegs waren, las sich das in ihren Aufrufen so: „Endlich gehört zu jeder Wohnung auch ein Garten. So kann sich jeder sein Gemüse, sein Kumst und seine Kartoffeln selbst ziehen. Wer noch mehr Land braucht, kann es für sich in der Nähe von Bauern selbst billig pachten. Vor jedem zweiten Haus liegt auch ein Vorgärtchen, in dem man Blumen oder noch Gemüse ziehen kann. Wer es am schönsten hat, bekommt eine Prämie.“

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Gartenstadt Fürst Leopold: Zu jeder der rund 1200 Wohnungen in der Siedlung gehörte bei Abschluss der Bauarbeiten (1920) ein eigener Garten, aber bei der Sanierung der Kolonie in den 80-er Jahren wurden aus vielen Gärten Grünanlagen, Spielflächen, Garagenhöfe und Bauplätze. Die Führung am 20. März wird sich also auch kritisch mit der Frage beschäftigen, was geblieben ist vom einst preisgekrönten Konzept der Gartenstadt.

 

Die Führung am 20. März dauert etwa 90 Minuten und die Teilnahme kostet 5 € pro Person - einschließlich des kleinen Bergmannsschmauses am Ende der Führung in der Geschäftsstelle des Ver-eins.

Weitere Informationen und Anmeldungen unter Tel. 9972177 oder auch per E-mail unter der Adresse siedlung@bergbau-dorsten.de
 

 

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Die Bilder zeigen Siedlungsgärten in der Kolonie Fürst Leopold vor der Saierung der Zechensiedlung in den 80-er Jahren.

Dazu schrieben Logo_Dorstener_Zeitung und Logo_WAZ

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Siedlungsführung für die Hervest-Konferenz

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Führung_2012_03_13_(c)_vj“Wetten, dass wir Sie beim Spaziergang überraschen können?” Einige Teilnehmer der Hervest-Konferenz, die bekanntlich unter Federführung des Stadtteilbüros wie ein Stadtteil-Parlament über Maßnahmen im Projektgebiet Soziale Stadt Hervest mitentscheidet, ließen sich auf die Wette ein und voim Bergbauverein durch die Zechensiedlung Fürst Leopold führen.

Selbst einheimische Teilnehmer mussten schließlich zugeben, dass sie tatsächlich ihnen bis dahin fremde Ecken und Ansichten der Siedlung gezeigt wurden, dass es spannend war, mit dem Spaziergang quasi auch durch die Entstehungs- und Sozialgeschichte der denkmalgeschützten Siedlung zu wandern.

Bild oben: Gut gelaunt stellte sich die Gruppe mit Volker Jenau (links) und Gisela Poppek (rechts) vom Bergbauverein auf dem Brunnenplatz zum schon obligatorischen Gruppenbild nach der Führung auf.

Bild links:Und noch ein kleiner Platz... Gerhard Schute (vorne rechts) mit der Gruppe an der Friedrich-Ebert-Straße an einem der vielen kleinen Plätze in der Siedlung, Plätze, die in den Gründerjahren der Siedlung nicht gepflastert waren und als Parkplätze benutzt wurden, sondern Vorgärten waren oder kleine Grünanlagen zwischen den Häusern, Plätze zum Plaudern oder auch zum Spielen.

 


Siedlungsführung auch bei klirrender Kälte

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Mit warmen Worten verabschiedete Volker Jenau (links) eine gemischte Gruppe von Mitarbeitern des Hervest-Treffs an der Halterner Straße und einer Jugendmaßnahme der Dorstener Arbeit, die am 7. Februar trotz klirrender Kälte eine Führung durch die Zechensiedlung Fürst Leopold absolvierte. “Schön hier, aber heute saukalt” - war das einhellige Fazit nach dem trotz frostiger Temperaturen nicht gekürzten Rundgang.

 


Zwei Klassen der Augustaschule in der Zechensiedlung

Mit dem Besuch von zwei Klassen der Augustaschule (4a und 4b) am 6. und 8. Dezember beendete der Bergbauverein für das Jahr 2011 die Schulführungen durch die Zechensiedlung Fürst Leopold.

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F_Augs05_2011_12_06_(c)_gs Die Klasse 4a war mit ihrem Lehrer Gerd Stollenberg am Nikolaustag mit dem Bergbauverein in der Siedlung unterwegs. Nach dem schon obligatorischen Gruppenbild am Brunnen gab’s noch eine Überraschung für Bärbel Pötsch und Volker Jenau, die die Gruppe geführt hatten: Die Jungen und Mädchen sangen mit viel Begeisterung die ersten drei Strophen des Steigerliedes - auch zur Freunde der Anwohner,

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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So sah es hier vor der Sanierung der Siedlung vor rund 30 Jahren aus - Bärbel Pötsch erklärte den Kindern auch mit Hilfe von Bildern die Geschichte der Siedlung. - Und wie immer war das Gedränge groß, als Volker Jenau nund Bärbel Pötsch an der “Gartenstation” die frischen Möhren auspackten.

F_Augs07_2011_12_06_(c)_wm “Die sind ja richtig lecker” - die Kinder waren selbst überrascht, wie viel Spaß es machen kann, frisches Gemüse zu essen. Der ebenfalls angebotene Ziegenkäse - eine kleine Erinnerung an die “Bergmannskuh” - stieß da doch auf deutlich weniger Gegenliebe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Viel Spaß hatten die Kinder auch an der Spielestation. Tonknicker und Glasmurmeln über die Erde ins Loch zu schnippen, das ist heutzutage eben nicht mehr alltäglich und auch das Pinnchenschlagen fand ganz schnell seine Liebhaber. “Playstation” mal ganz anders - es muss eben doch nicht immer Hightech sein...

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Zwei Tage nach der 4a war die Klasse 4b in der Siedlung unterwegs. Und die fröhlichen Gesichter beim Abschiedsfoto am Brunnen zeigen, dass die Führung auch den Jungen und Mädchen dieser Klasse gut gefallen hat.

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Gisela Poppek war mit den Kindern unterwegs, die mit großem Interesse den spannenden Geschichten aus der und über die Siedlung zuhörten, die aber auch - wen will es wundern? - viel Spaß beim Spielen hatten.

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An der “Gartenstation” hatten die Möhren wieder viele viele Liebhaber, aber dass Gisela Poppek Kohlrabi hochhielt und nicht etwa Blumenkohl oder gar Grünkohl - es brauchte seine Zeit bis zur richtigen Antwort.

F_Augs09_2011_12_08_(c)_gs Gemüse zu essen macht eben viel mehr Spaß als darüber zu reden...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenige Tage nach den Führungen gab es Post von der Augustaschule. Die Kinder hatten ihre Eindrücke in kleinen Briefen zusammengefasst - hier eine Auswahl:

„Ich fand die Führung sehr aufregend. Ich konnte viel über die Kohle und über die Menschen erfahren.“
Valentina

„Ich möchte mich bedanken für die tolle Führung durch die Zechensiedlung. Es hat uns allen viel Spaß gemacht.“
Leonie

„Es hat mir sehr, sehr gut gefallen. Die Bildersuche war sehr interessant für mich uind das Stück Kohle hat zuhause schon seinen Platz gefunden.“
Mirsart

„Wir haben von Ihnen sehr viele Informationen über unseren Stadtteil Hervest erhalten. Der ganze Spaziergang hat mir gut gefallen, besonders als wir uns zu einem Spiegel aufgestellt haben.“
Aurelia Georgina

„Danke, dass Sie mit uns die Zechensiedlung gemacht haben. Die Führung war sehr schön und die Möhren waren sehr lecker.“
Fadile

„Mir hat die Führung durch die Zechensiedlung gefallen. Besonders schön war es, dass die Kinder ein Stück Kohle bekommen haben.“
Dominik

„Mir haben besonders gut die Spiele gefallen. Aber auch der Käse und die Karotte haben mir sehr gut geschmeckt.“
Marcia

„Vielen Dank für den Brocken Steinkohle. Die Spiele haben besonders viel Spaß gemacht.“
Lena

„Besonders gut fand ich, dass wir Bilder bekommen haben und suchen mussten, was auf dem Bild zu sehen war. Ich habe mich auch sehr über das Stück Kohle gefreut.“
Leon

„Ich fand es sehr schön, mit Ihnen durch die Zechensiedlung zu gehen. So haben wir noch mehr über die Zeche erfahren.“
Marie

„Es war wirklich toll, ich bedanke ich auch für die Möhren und die Steinkohle. Das alte Haus sah irgendwie komisch aus.“
Timo

„Es hat mir echt Spaß gemacht. Ich wusste gar nicht, dass man von der Zechensiedlung so viel lernen kann.“
Asude
 

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Kinder von der Wichernschule bedankten sich mit einem Ständchen

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Mit dem lustigen Lied “Schmitz seine Hippe ist weg” verabschiedete sich die Klasse 4b am 25. November aus der Zechensiedlung Fürst Leopold und bedankte sich mit dem Überraschungsständchen beim Bergbauverein durch die Führung durch die Kolonie. Die Kinder und ihr Lehrer Nikolaus Woronka hatten nicht nur bei dem Ständchen viel Spaß an diesem Vormittag.

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Gestartet wurde wie immer auf dem Brunnenplatz in der Siedlung, wo Bärbel Pötsch, Dagmar Heier und Gisela Poppek die Kinder begrüßten. Warum wurde die Siedlung vor 100 Jahren gebaut und wo haben die Menschen gearbeitet, die dann hier in der Siedlung gewohnt haben? - Schnell zeigte sich, dass sich die Wichernschüler gut vorbereitet auf den Weg gemacht hatten.

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Man kann ja nie wissen, ob man nicht später einen Aufsatz schreiben muss... - also machten sich einige Kinder fleißig Notizen unterwegs. Und Bärbel Pötsch durfte nicht nur erklären, welche Aufgaben die Hebamme in der Siedlung hatte, sondern sie durfte dann auch Hebamme buchstabieren. - Schöner als zu schreiben ist es natürlich zu spielen und auch dafür war Zeit während der Siedlungsführung. Dass man auch ohne Playstation, Gameboy etc. viel Spaß haben kann, war dann doch für einige Kinder eine Überraschung.

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Wie haben die Familien die großen Gärten in der Siedlung genutzt? Nach der Theorie die Praxis: Die frischen Möhren haben allen geschmeckt, der Ziegenkäse als Erinnerung an die Bergmannskuh wurde für viele Kinder so etwas wie eine kleine Mutprobe.

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Gruppenbild am Brunnen: “Das war schön und spannend” - die Zeit verging wie im Flug. Nikolaus Woronka, Klassenlehrer der 4b und Rektor der Wichernschule, versprach: “Das war zwar die erste, aber bestimmt nicht die letzte Klasse der Wichernschule, die der Bergbauverein hier begrüßen darf.” - Wir freuen uns darauf.

 

 

Und das waren - nachstehend eine kleine Auswahl - die Eindrücke der Kinder:

Der Bergbau-Ausflug
Am Freitag, den 25.11.2011 haben wir einen Ausflug gemacht. Wir sind mit dem Fahrrad nach Hervest gefahren. Dort haben wir Leute vom Bergbau-Verein getroffen. Als erstes haben wir uns den Brunnen am Brunnenplatz angesehen. Da sieht man eine Ziege, ein Schwein, Gänse und Tauben – alles Tiere, die die Bergleute früher hatten. Dann wurde uns gezeigt wo früher die Zechenbahn durch die Siedlung zum Hafen fuhr. Nebenan wohnte ein Taubenvater. In der Siedlung gibt es 23 verschiedene Haustypen. Dann durften wir auf dem Spielplatz Seilchen springen und Murmeln kicken. Wir haben auch was zu essen bekommen: Ziegenkäse und Möhren – wie früher. Früher gab es auch weniger Autos und dafür mehr Platz zum Spielen für die Kinder.”
Anne Frochte

Hervester Brunnenplatz
Wir haben einen Ausflug nach Hervest gemacht. Zuerst haben wir uns die Statue mit Ziege-Schwein-Gänse-Tauben und Eiern am Brunnenplatz angesehen. Dann sind wir weiter gegangen und haben erfahren, dass alle Häuser einen Keller hatten für die Kohle. In der Küche stand ein großer Herd, der mit Kohle geheizt wurde. Hier lebte die Familie. Die Schlafräume wurden nicht geheizt. Damals züchteten die Leute Tauben. Jede Taube bekam einen Taubenring. Sie flogen dann um die Wette von weither. Der Taubenvater hatte eine Taubenuhr. Wenn die Taube kam, steckte er den Ring in die Taubenuhr. Für die schnellste Taube bekam man einen Preis. Was heute Spielplätze sind, waren damals Gärten. Gärten waren damals sehr wichtig für die Leute. Sie haben da Gemüse angebaut.”
Selina Urbaniak

Bericht über den Brunnenplatz
“Am 25.11.2011 war unsere Klasse am Brunnenplatz in Hervest – Dorsten. Dort haben wir viel über die Geschichte erfahren. Auf dem Brunnen waren 2 Gänse, 1 Ziege, 1 Schwein, 2 Turteltäubchen und 3 Eier. In den Häusern gab es keine Wohnzimmer. Es gab 23 verschiedene Haustypen, aber alle waren von innen gleich. Es gab keine Spielplätze. Gespielt wurde auf der Straße und auf dem Brunnenplatz. Früher gab es Taubenväter, die machten mit ihren Tauben Wettflüge. Damit man die Tauben nicht verliert, haben sie Ringe an den Füßen gehabt. Kaninchen und Schweine wurden im Hof geschlachtet. Aus frischer Ziegenmilch wurde Ziegenkäse gemacht. Es gab oft Streit zwischen den Katholischen und den Evangelischen. “
Joelina Kleppe

 


Ein Bergmann erzählt...

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... von der Entstehung der Kohle, dem Bergbau in Dorsten, der Geschichte der Zeche Fürst Leopold und und und und und...

Die Doppelstunde in der vierten Klasse der Wichernschule verging für die Kinder und auch für Hannes Fischak wie im Flug. Der ehemalige Bergmann (Dipl. Bergingenieur) hatte bei seinem Vortrag dankbares und wissbegieriges Publikum. Besonders spannend fanden die Kinder die Schilderungen von Hannes Fischak über die Kleidung und Sicherheitsausrüstung der Bergleute und dass unter Tage richtige Züge fahren, mit denen die Bergleute vom Schacht zu den Abbaubetrieben gebracht werden.

Der Besuch war der erste Teil des Unterrichtsschwerpunktes “Bergbau”, am 25. November folgt dann mit einer Führung durch die Zechensiedlung Fürst Leopold der zweite Teil. Dass bei dieser Führung auch gespielt werden soll, hat die Vorfreude noch gesteigert.

 

 

 

Und das waren die Eindrücke der Kinder:

Das Ende des deutschen Bergbaus
Zwischen 2015 und 2019 sollen die vier übrig gebliebenen Zechen in Deutschland geschlossen werden, weil es ab 2018 keine Subventionen mehr gibt. Dies und viele interessante Dinge aus dem Bergbau erzählte uns im Sachunterricht der eingeladene Bergmann, Herr Fischak. Eigentlich gäbe es noch Kohlereserven für 400 Jahre. Aber deutsche Kohle ist teuer und schwerer zu gewinnen als ausländische. Zudem haben wir höhere Sicherheitsstandards. Außerdem sind die Löhne der Bergleute hier höher als die ihrer Kumpel im Ausland. Auf Grund der hohen Kosten setzt man in Zukunft lieber auf günstigere Importkohle.
Cedric Teschler

Bergmann besucht Schule
Der Bergmann Herr Fischak besuchte am 9.November 2011 die Klasse 4B der Wichernschule. Er schaute sich mit den Kindern einen Film über den Bergbau an. Als der Film zu Ende war, erzählte er recht viel über den Bergbau und das Ruhrgebiet. Er erklärte zum Beispiel, warum so viele Ausländer im Ruhrgebiet leben und wie sich Bergleute Untertage kleiden. Anschließend durften die Kinder ihn mit Fragen löchern. Auch unsere Lehrerin, Frau Scherbarth, stellte Fragen zum Bergbau, die der Bergmann gerne beantwortete. Die Kinder erfuhren an diesem Tag vieles über den Bergbau, was sie vorher nicht wussten.
Paul Kahla

„Kumpel“ besucht 4B
Am Mittwoch besuchte uns Herr Fischak, ein Bergmann der Zechenanlage Auguste Victoria in Marl, in der 4B der Wichernschule. Weil wir im Sachunterricht das Thema „Ruhrgebiet“ haben, besuchte uns Herr Fischak. Er erzählte uns viel über Zechen und Kohleabbau im Ruhrgebiet. Wenn es heute nur noch 4 Zechen gibt, waren es früher über 200. Darum haben sich im Ruhrgebiet in den Städten viele Menschen angesiedelt. Uns hat es viel Spaß gemacht und wir haben auch etwas gelernt.
Nico Thiemann

Besuch vom Bergbau
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ie Klasse 4B von der Wichernschule hat Besuch bekommen: Herr Fischak, der mehrere Jahre im Bergbau gearbeitet hat. Die Klasse hat viel erfahren. Hier sind Beispiele: Um im Bergbau zu arbeiten, braucht man nicht so einen guten Schulabschluss. Im Ruhrgebiet gibt es nur noch zwei Bergwerke. Und in ganz Deutschland nur noch vier. Früher gab es 200 im Ruhrgebiet. Die zwei Bergwerke im Ruhrgebiet schließen 2015 und 2018. Dann gibt es in Deutschland keine Bergwerke mehr. Deutsche Kohle ist einfach zu teuer. 1 Tonne Kohle kostest 300 €, im Ausland nur 80 €. Nach dem 2. Weltkrieg gab es zu wenige Arbeiter im Bergbau. Deutsche Arbeiter verdienen mehr Geld als Ausländer. Und hier noch mehr vom Bergbau: Bevor der Arbeiter unter die Erde fährt, muss er durch die weiße Kaue und durch die schwarze Kaue. Die gewonnene Kohle wird zu Koks verarbeitet. Der Bergmann braucht: Schienbeinschoner, Helm, Lampe, Schuhe, Hose, Hemd und Staubmaske. Und für welche, die keine Mäuse mögen: im Bergwerk gibt es Mäuse!
Joyce Knörnschild

Bergmann besucht die Wichernschule
Heute, am Mittwoch, 9.November 2011 besuchte Herr Fischak – ein ehemaliger Bergmann – die Wichernschule. Er erzählte der Klasse 4B wie groß das Ruhrgebiet geworden ist und dass nach viel Abbau von Kohle es immer weniger Bergwerke gibt. Früher gab es 8     Bergwerke, mittlerweile nur noch 4. Er berichtete auch, dass die Kohle im Ausland billiger sei als in Deutschland. Als der Bergbau begonnen hatte, gab es noch keine großen Schiffe zum Transport der Kohle. Man benutzte eher Züge zum Transportieren. Er berichtete von der Arbeit unter Tage. Zum Schutz braucht ein Bergmann eine Staubmaske, damit kein Staub und Dreck in den Mund fliegt, Handschuhe, Knieschoner und ganz wichtig einen Helm mit Lampe. Zum Schluss hat er erzählt, dass unten, wo die Kumpel arbeiten, ganz viele Mäuse leben. Die Mäuse haben ganz große Augen um in der Dunkelheit etwas zu sehen. Für uns Kinder was das sehr interessant.
Rebecca Kleppe

 


Fürst Leopold begeistert Schulgeographen

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40 Schulgeographen aus ganz NRW entdeckten auf Einladung der Regionalverbandes Ruhrgebiet (RVR) die Industriekultur. Endstation der Rundreise war am 8. November Fürst Leopold. Hier wurde die Gruppe von Martin Hagemann in der denkmalgeschützten Maschinenhalle begrüßt (Bild) und über die Schwerpunkte der Arbeit des Bergbauvereins innformiert. Nach einer Führung an der Dampfmaschine und einem kurzen Rundgang über das Gelände der ehemaligen Zeche Fürst Leopold übernahmen dann Volker Jenau und Gerhard Schute die Gruppe und starteten eine verkürzte Führung durch die Zechensiedlung. “Das möchte ich mir noch einmal in der Langfassung ansehen”, meinten mehrere Teilnehmer und versprachen ein Wiederkommen im nächsten Jahr.

 


Theater in der Zechensiedlung

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Ein spannendes Theaterprojekt wird derzeit mit Förderung der Maßnahme Soziale Stadt Hervest realisiert. Unter der Anleitung der Profis Michael Schmidt (Dramaturg) und Peter Adrian E. Krahl (Regisseur) wollen Hervester ein eigenes Theaterstück erarbeiten und dann später natürlich auch aufführen. Vom Buch bis zur Rollenbesetzung soll alles innerhalb dieses Projektes entwickelt werden. “Für wen spielen wir? Wo spielen wir?” - Um diese Fragen zu beantworten, ließen sich die Projektteilnehmer vom Bergbauverein (Gisela Poppek, Volker Jenau und Gerhard Schute) durch die Siedlung führen. Für einige Teilnehmer war es ein Spaziergang durch heimatliche Gefilde, andere - ebenfalls Dorstener - räumten ein, noch nie durch die Siedlung gegangen zu sein. Ihr Fazit: “Ich hab’ gar nicht gewusst, dass Hervest so schöne Ecken hat.”

Infos zu den Machern des Theaterprojektes auf www.theaterorangekiste.de

 


Herbstspaziergang mit Petra Eißing

Zum Herbstspaziergang durch die Zechensiedlung hatte der Bergbauverein am 19. Oktober eingeladen - mit 17 Teilnehmern machte sich die bisher größte Gruppe bei herrlichem Herbstwetter auf den Weg.

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Petra Eißing (vierte von links) begeisterte die Gruppe mit der Geschichte der und Geschichten aus der Siedlung Fürst Leopold, deren Baubeginn (1912) im nächsten Jahr ein rundes Jubiläum feiert. Die bunt gemischte Gruppe mit Teilnehmern aus Dorsten, Essen und Münster war wie alle Gruppen zuvor einerseits fasziniert von der Architektur der Gartenstadt Fürst Leopold, hatte andererseits aber auch viele Fragen zum Leben in der Siedlung “früher” und heute.

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Alte Aufnahmen und Kinderkleidung von “damals” halfen den Gästen bei der Reise in die Vergangenheit.

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Bei schönem Wetter hat die Zechensiedlung (fast) nur schöne Seiten, aber den Spaziergängern fiel auch auf, dass seit der großen Sanierung der Zechensiedlung in den 80er Jahren an vielen Häusern nicht mehr viel gemacht worden ist. “Die Stadt sollte”, meinte einer det Teilnehmer, “bei der Evonik und bei den privaten Hausbesitzern für eine Teilnahme am Fassadenprogramm im Projekt Soziale Stadt werben.” - Mal sehen, ob die Botschaft ankommt...

 


“So macht Schule richtig Spaß”

Ganz viel Besuch hatte der Bergbauverein am 19. September: Zwei Klassen der Albert-Schweitzer-Schule (4a und 4b) trafen pünktlich um 10 Uhr am Brunnenplatz ein, um zur verabredeten Siedlungsführung zu starten. Für die Kinder und die begleitenden Lehrkräfte (Annette Kräft und Yvonne Pinnow), aber auch für die Mitglieder des Bergbauvereins, die die beiden Klassen durch die Sledlung führten und betreuten (Barbara Pötsch, Gisela Poppek, Dagmar Heier, Volker Jenau und Gerhard Schute) wurden die 90 Minuten “Siedlungsspaziergang” zu einem spannenden Erlebnis. Schließlich meinte eines der Kinder: “So macht Schule richtig Spaß.”

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Start und Ziel der Führungen ist immer der Brunnenplatz mit der Frage: Wenn die Tiere in der Brunnenskulptur nicht die Bremer Stadtmusikanten sind, welche Bedeutung haben dann Schwein, Gans, Ziege und Tauben für das Leben in der Siedlung gehabt? Die Antworten gibt es unterwegs...

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Bärbel Pötsch (links) und Dagmar Heier (rechts) beim “heiteren Gemüseraten”. Möhren kennt (und mag) fast jedes Kind, aber wenn es um die verschiedenen Bohnensorten geht, ein Rosenkohl oder auch Porree gezeigt werden, dann ist eben doch oft Ratezeit. Dass in den Gärten “früher” kein Platz war für Rasen und Rosen, sondern in Beeten wuchs, was die Bergarbeiterfamilie zur Ernährung brauchte - da staunt das Schulkind von heute.

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“Wer möchte Ziegenkäse probieren?” - Wenn Gisela Poppek (links) die kleinen Würfel auspackt, will fast jedes Kind etwas Käse von der “Bergmannskuh” - die meisten Kinder nehmen dann auch gerne ein zweites und drittes Stück. - Beim Blick über die Gartenhecke entdecken die Kinder in der Marxstraße spannende Unterschiede in der Fassadengestaltung der Häuser.

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Bärbel Pötsch, Gisela Poppek und Volker Jenau erklären den Kindern die kleine Rätselaufgabe, die es während der Führung durch die Siedlung zu lösen gilt - eine Fotosafari, an deren Ende auf die Kinder eine kleine Überraschung als Belohnung wartet. Am “Spiegelplatz” an der Burgsdorffstraße haben sich die Kinder in einer langen Reihe aufgestellt und entdecken mit vergleichenden Blicken nach vorne und hinten, nach rechts und nach links die Besonderheiten des schönen Platzes.

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Eine Runde Toben auf dem Spielplatz in der Zechensiedlung und dann werden die Spiele von “damals” gespielt, zum Beispiel Murmeln rollen. Und wenn die Kinder dann fragen “Wo kann man die kaufen?”, ist es des beste Beweis dafür, dass solche Spiele auch heute noch viel Spaß machen können.

 


Spaziergang durch die Siedlung beim “Fest der Kulturen”

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Wie bei jedem Fest auf dem Brunnenplatz hatte der Bergbauverein auch zum „Fest der Kulturen“ zu einer Führung durch die Zechensiedlung Fürst Leopold eingeladen. Und trotz des schlechten Wetters mit der Aussicht, unterwegs in einen kräftigen Schauer zu geraten, machte sich um 18 Uhr unter der Führung von Rainer Schöneweiß eine Gruppe auf den Weg. „Wegen des Wetters werden wir das etwas abkürzen“, meinte Rainer Schöneweiß beim Start, aber schon als die Gruppe den bunten Garten von Jürgen Bülten erreicht hatte, war klar, dass auch diese Führung mindestens 90 Minuten dauern würde. Es gab über Fragen und viel Erstaunen über die grünen Innenseiten der Siedlung – „Das sieht man ja alles nicht, wenn man mit dem Auto durch die Siedlung fährt oder an ihr vorbei“.

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Premiere mit Bohnen und Ziegenkäse

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Manchmal ist es ja vielleicht ganz gut, ins kalte Wasser geworfen zu werden - nach diesem Motto kam der Bergbauverein zu einer zwar nicht geplanten, aber dann doch sehr gelungenen Premiere, nämlich zur ersten offiziellen Kinderführung durch die Zechensiedlung Fürst Leopold. Unser Gast war die OGS-Gruppe der Lembecker Don-Bosco-Schule, die im Sommerferienspaß der Stadt Dorsten ein tolles Programm hatte: „Ruhrgebiet zwischen Kohle und Stahl“.

Eigentlich wollte die Gruppe am 8. August die Kolonie in Eisenheim (Oberhausen) besichtigen – der Termin fiel aus. „Warum in die Ferne reisen, liegt das Gute doch so nah“ - man erinnerte man sich an die Zechensiedlung Fürst Leopold und natürlich war die AG Siedlungsführung gerne bereit, die Gruppe in Empfang zu nehmen und durch die Siedlung zu führen.

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Wer weiß denn, welche Tiere hier auf dem Brunnen dargestellt werden und welche Bedeutung sie für das Leben in der Siedlung hatten? Dass dieser Brunnen keine Erinnerung an die Bremer Stadtmusikanten ist, hatten die Kinder schnell festgestellt. Dass man die Ziege auch “Bergmannskuh” genannt hat, war ihnen allerdings neu. Und dass tatsächlich nur einige Jahrzehnte zurück mitten in der Siedlung eine prächtige Sau durchs Dorf getrieben wurde, konnte Gisela Poppek mit einem Foto beweisen - da staunte die Kindergruppe.

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Hinter diesem Fenster wohnt bestimmt ein Taubenfreund - richtig vermutet! Und die Begeisterung war groß als Jürgen Bülten spontan die Kinder ins Wohnzimmer einlud, um ihnen einige Erinnerungen an die Taubenzeit in der Siedlung zu zeigen und mal eben schnell zu erklären, warum man die Brieftauben auch gerne “Rennpferde des kleinen Mannes” nannte.

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Und was ist das? Heiteres Gemüseraten (Bild links) bei der Kinderführung durch die Zechensiedlung. Anders als heute lebten die Familien in der Siedlung “früher” vor allen Dingen von dem, was im eigenen Garten - zu jeder Wohnung gehörte ein Garten - angebaut wurde. Jahreszeitliches Gemüse stand in der Regel auf dem Speiseplan und was nicht sofort gegessen wurde, das hat man in Weckgläsern eingekocht. Erbsen und Möhren probierten die Kinder und schließlich auch Käse. “Der schmeckt aber etwas anders als sonst”, meinte einer der Jungen - kein Wunder, er hatte gerade den Käse von der berühmten “Bergmannskuh” probiert, also Ziegenkäse. - Sechs Kinder vor zwei Türen (Bild rechts): Die Wohnungen in der Siedlung waren für Familien mit vier bis sechs Kindern geplant. Da hatte, anders als zumeist heute nicht jedes Kind ein eigenes Zimmer, im Gegenteil hatten viele Kinder oft nicht einmal ein eigenes Bett. “Ist doch schön, dass ich heute lebe”, stellte eines der Mädchen fest.

Kinderführungen durch die Zechensiedlung: Für Bärbel Pötsch, Gisela Poppek, Volker Jenau und Gerhard Schute, die mit der Gruppe unterwegs waren, stand am Ende fest: Das macht Lust auf mehr...

Wenn Sie Interesse an einer Kinderführung haben, nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Telefonisch unter 02369-248061 oder per E-mail unter der Adresse siedlung@bergbau-dorsten.de

An wen richtet sich das Angebot?

An Kindergärten und Kindertagesstätten
an Schulen
an alle Familien, die zum Beispiel einen Kindergeburtstag mal ganz anders feiern wollen, nämlich nicht im Kino oder Freizeitpark, sondern im Rahmen einer spannenden Führung durch die Zechensiedlung Fürst Leopold.

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

 


Fürst Leopold -Spaziergang durch eine Siedlung im Dornröschenschlaf

Fuehrung04_(c)_gsWenn Rainer Schöneweiß (Bildmitte), Eingeweihten auch bekannt als “Nachtwächter” in der Dorstener Altstadt, eine Gruppe durch die Hervester Siedlung Fürst Leopold führt, gerät er schon beim Start am Brunnenplatz ins Schwärmen: “Diese Siedlung gilt unter Experten als eine der schönsten Gartenstädte im Ruhrgebiet und muss sich weder hinter der Essener Margarethenhöhe noch hinter bekannten Siedlungen wie Eisenheim in Oberhausen oder Teutoburgia in Herne verstecken.”

Nach dem Spaziergang durch die Siedlung weiß man, was Rainer Schöneweiß so begeistert und auch Ortskundige, die glaubten, jeden Winkel zu kennen, staunen über die neuen Perspektiven, die sie mit der fachkundigen Hilfe von Rainer Schöneweiß und Brigitte Stüwe (links) gewonnen haben.

Ab dem Frühjahr 2011 soll es diese Führungen ergänzend zu den Angeboten der Dorstener stadtinfo und den Führungen, die mit großem Erfolg unser Vereinsmitglied Walter Schulte veranstaltet, regelmäßig geben. „Das alles sind Angebote“, so Rainer Schöneweiß, „die Dorstenern und Besuchern der Stadt helfen sollen, die Schönheit und das ganz Besondere dieser Siedlung zu entdecken – wie ein Dornröschenkuss.“

Der besondere Charme dieser Siedlung liegt in vielen Details, die sich erst beim langsamen Spaziergang erschließen: Das beginnt bei der Straßenführung, die sich nicht in endlosen Schluchten verliert, sondern durch kleine Plätze, Straßenversatz und Öffnungen in Alleen statt bandartiger Langeweile immer wieder Überraschungen zu bieten hat.

Fuehrung06_(c)_gsFuehrung05_(c)_gs Die Künstlerin Brigitte Stüwe (links) erzählt faszinierend von dem Leben in dieser Siedlung, von damals, als die Bergarbeiter aus Masuren angeworben wurden, um in Dorsten auf Fürst Leopold zu arbeiten. Natürlich brachten sie ihre Familien mit, ihre Haustiere - der Garten am Haus war das Reich der Frauen. Anders als zumeist heute kein Garten mit Rasen und Rabatten, der Garten hatte fast fürs ganze Jahr der Familie das notwendige Obst und Gemüse zu liefern. Kohl in allen Varianten, aber auch Kräuter für Tee und Hausmittel, mit den Abfällen wurden Schweine und Ziegen gefüttert – da brauchte es noch keinen Tonnenmix, der heute viele Torbögen in der Siedlung verunstaltet. Der Hausmüll damals, das war kaum mehr als die klumpende Asche der Deputatkohle, mit der gekocht und geheizt wurde.

“Haus und Garten waren aber auch”, ergänzt Rainer Schöneweiß (rechts), “ein probates Mittel der Zeche, um die Mitarbeiter zu binden. Hatten sie sich erst einmal mit ihren Familien in der Siedlung eingelebt, waren sie nur noch schwer abzuwerben. Die Siedlung hatte vor allen Dingen am Brunnenplatz ihre Geschäfte, hatte einen eigenen Polizisten mit einer kleinen Arrestzelle, sie hatte eine Hebamme und sogar eine kleine Leichenhalle - alles was man zum Leben braucht, quasi von der Geburt bis zum endgültigen Abschied aus der Siedlung. Und über Jahrzehnte war dies der ganz normale Lebensrhythmus im Schatten der Schachtanlage.

Fuehrung02_(c)_W.MarkusFuehrung03_(c)_W.Markus “Das war so spannend, dass man das Frieren vergessen hat”, in diesem Punkt waren die Vereinsmitglieder Gerhard Schute und Ulrich Wilke (linkes Bild) einer Meinung. Und auch beim abschließenden Glühwein in der Maschinenhalle (winterfest, ungeheizt und also etwa 50° kälter als zu Betriebszeiten) hatte man sich schnell darauf geeinigt: „Diesen Spaziergang werden wir im Frühjahr wiederholen, wenn keine Gefahr besteht, mit den Füßen am Boden festzufrieren.“ Dann sollen auch verschiedene Familien besucht werden, dann werden die Gärten “inspiziert“, dann wird man auch mit Sicherheit hier und da mit Siedlungsbewohnern ins Gespräch kommen. Mag sein an der Freiligrathstraße, wo aktuell leider viele Leerstände für ein nicht ganz so erfreuliches Bild sorgen, mag sein an der Pommesbude an der Glückaufstraße (so schreibt man es richtig), wo es laut „Pommesführer“ eine besonders gute Currywurst gibt. – Nur zur nicht ganz ernst gemeinten Klarheit: Das liegt natürlich am Rezept und hat ganz bestimmt nichts damit zu tun, dass hier früher einmal die Leichenhalle der Siedlung Fürst Leopold war. (gs)

 


Bergbauverein startet Führungen durch die Zechensiedlung

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Zum Frühlingsfest auf dem Brunnenplatz (13. Mai) und der zeitgleich im Duisburger Landschaftspark Nord stattfindenden Messe „StadtTeilleben“, bei der sich mit Unterstützung des Bergbauvereins auch das Projekt Soziale Stadt Hervest präsentieren wird, startet der Bergbauverein sein Angebot regelmäßiger fachkundiger Führungen durch die Zechensiedlung Fürst Leopold. Am 13. Mai finden diese Führungen ab 15.15 und 16.30 Uhr statt und enden nach etwa einstündigem Rundgang in der denkmalgeschützten Maschinenhalle.

Wie lebte es sich „damals“ in der zwischen 1912 und 1920 gebauten Zechensiedlung, wie lebt es sich heute dort? Bei den Führungen geht es nicht nur um die Baugeschichte der Siedlung, die 1984 nach dem Gestaltungskonzept des Dorstener Architekten Prof. Manfred Ludes saniert wurde, sondern nicht zuletzt auch um die Sozialgeschichte dieser Siedlung, die gebaut wurde, um Arbeitskräfte für die Zeche Fürst Leopold nach Dorsten zu locken und durch die Attraktivität der Siedlung langfristig an die Schachtanlage zu binden.

Dabei möchte der Bergbauverein die Bewohner der Siedlung nicht durch Teilnehmer an den Führungen „besichtigen lassen“, sondern möglichst aktiv beteiligen. Wer hat Anekdoten zu erzählen? Wie sah das Spielzeug aus, mit dem sich die Kinder auf den Straßen in der Siedlung vergnügten? Wer hat noch alte Fotos zum Beispiel vom Waschtag oder von der „Bergmannskuh“ im Garten hinter dem Haus? Wie hat sich der Speiseplan der Siedlung über die Jahrzehn-te verändert? – Fragen über Fragen, die letztlich nur von den Bewohnern der Siedlung selbst beantwortet werden können.

Interessenten – auch für die Teilnahme an einer der beiden Siedlungsführungen am 13. Mai – melden sich bei Volker Jenau (Tel. 02369-248061), schreiben eine E-mail an
siedlung@bergbau-dorsten.de
oder kommen einfach zum direkten Gespräch mit dem Bergbauverein am 13. Mai zum Brunnenplatz, denn anlässlich von Frühlingsfest, Messe in Duisburg und Siedlungsführungen ist an diesem Tag die Geschäftsstelle des Bergbauvereins von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

siedlung_4Eine Vorpremiere zu den Führungen am 13. Mai und dann später regelmäßigen Führungen gab es am Sonntag (8. Mai) mit dem Besuch einer Radlergruppe der Evangelischen Erwachsen- enbildung Dortmund. Über das Stadtteilbüro hatte die Gruppe um eine Führung gebeten und kurz entschlossen stellte sich Rainer Schöneweiss (im Bild ganz links) zur Verfügung.

Die zehn Radtouristen - sie waren unterwegs von der Lippequelle bis zur Lippemündung - zeigten sich begeistert von “einer der schönsten Zechensiedlungen des Ruhrgebietes”, auch wenn an diesem Sonntag eine Besichti- gung von Maschinenhalle und Dampfmaschinen noch nicht möglich war.
Regio-Guide Rainer Schöneweiss konnte selbstverständlich auch die Fragen der Gruppe zu Tisa von der Schulenburg beantworten und begleitete die Gruppe auf ihrer Weiterfahrt nach Wesel noch durch die Stadt, vorbei am Kohlebrocken im Kubus am Recklinghäuser Tor, am Tisa-Gärtchen bis hin schließlich zur Kohlensteele am Bootshaus des Ruderclubs, dem alten Standort des historischen Kohlhauses.

Übrigens: Die beiden Führungen am 13. Mai sind absehbar die letzte Chance, die Maschinenhalle und die Dampfmaschinen zu besichtigen, weil die denkmalgeschützte Maschinenhalle nach der Entlassung aus dem Bergrecht für eine öffentliche Nutzung beispielsweise bezüglich der Sicherheitsvorkehrungen oder auch der sanitären Einrichtungen entsprechend vorbereitet werden muss.

 


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