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... und ewig dauert die Liebe der Libellen

anthra_05_(c)_gs  anthra_04_(c)_gsDen Liebesflug eines Libellenpaares stellte Herbert Somplatzki an den Beginn seiner Zeitreise in die Geschichte der Kohle - “Anthrazitmuseum - das Lied von den schwarzen Diamanten”. Und schnell war herauszuhören, dass hier jemand über die Geschichte der Kohle erzählte, der den Bergbau selbst viele Jahre aktiv erlebt hat, nämlich als Bergmann unter Tage.

Begleitet von Eckard Koltermann mit einer Bassklarinette oder einem Tenorsaxophon las Somplatzki eindrucksvolle und fast schnörkellose Texte über die Geschichte von Kohle und Bergbau, fast wie ein Chronist, aber dann auch mit autobiografischen Moimenten des gebürtigen Masuren, der liebevoll und anrührend die lange Reise von Oma Katharina aus Masuren zur Hochzeit der Enkelin in Wanne erzählt - man sieht die alte Frau fast im Wartesaal sitzen und auf die Abholer warten, die sich Kneipe für Kneipe den Weg zum Bahnhof ertrinken. Und Oma Katharina kommt pünktlich zur Trauung in der Kirche an.

Das war eine bemerkenswerte Lesung mit Musik, der kulturelle Abschluss des Bergbauvereins unter das Doppeljubiläum “100 Jahre Dampfmaschine” und “100 Jahre Baubeginn Zechensiedlung Fürst Leopold”. Eine eher stille späte Kaffeestunde an einem verregneten Sonntag im “Baumhaus” - “in zwei Jahren möchten wir”, so Bergbauvereins-Geschäftsführer Gerhard Schute bei der Begrüßung, “solche Veranstaltungen dann in der umgerüsteten Maschinenhalle Fürst Leopold durchführen.”

Und auch gerne wieder in Kooperation mit dem “Baumhaus”-Verein - der hatte die Idee zu dieser gelungenen gemeinsamen Veranstaltung.

Dazu in derLogo_Dorstener_Zeitung Das Lied von den schwarzen Diamanten

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Anthrazitmuseum - Das Lied von den schwarzen Diamanten

Somplatzki_2012_11_04 Herbert Somplatzki

Zu dieser ganz besonderen literarisch-musikalischen Erinnerung  an den Bergbau lädt der Baumhaus-Verein in Kooperation mit dem Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte Dorsten anlässlich des diesjährigen Doppeljubiläums Fürst Leopold - „100 Jahre Zechensiedlung Hervest“ und „100 Jahre schwarze Dampfmaschine“ - ein.

Der ehemalige Bergmann und vielfach ausgezeichneter Autor Herbert Somplatzki  (Literatur) und Eckard Koltermann (Musik) erzählen im Zusammenspiel zweier Künste von der wichtigen Bergbau-Epoche Westfalens, als das „Schwarze Gold“ zum Antrieb einer gigantischen Lokomotive wurde, die das Land aus den Bombentrümmern des Krieges ins so genannte Wirtschaftswunder zog. Heute bereiten sich die drei letzten Steinkohlezechen auf ihre Stilllegung vor. Was bleibt vom Steinkohlebergbau sind Industriedenkmale wie in Dorsten und Erinnerungen.

Koltermann_2012_11_04 Eckard Koltermann

„Anthrazitmuseum“ ist eine Veranstaltung  im Rahmen des Literatufestivals  „literaturland westfalen“, das  vom Herbst 2012 bis Herbst 2013 mit zahlreichen Veranstaltungen die außergewöhnliche und innovative Vielfalt Westfalens präsentiert.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung im Baumhaus (ehem. Bücherei an der Stadtverwaltung)  am 4. November um 17 Uhr kostet 8 €. Karten gibt es im „Baumhaus“ (Tel. 02362-66 5550) und beim Bergbauverein (Tel. 02362-9972177)

Wichtig: Wegen der begrenzten Räumlichkeiten im Baumhaus ist eine telefonische Anmeldung zwingend erforderlich.